Bergwandern mit Kindern in Tirol: Schönjöchl am Plansee

wir
Schönjöchl (1661)
Oktober 2014
Ausgangspunkt: Kostenloser Parkplatz zwischen Plansee und Musteralpe, ca. 1½ Autofahrt vom Südwesten Münchens.
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Der Streckenverlauf und die Positionsmarken sind freihändig eingezeichnet. Mit Hilfe von Karten und der Fotos versuche ich aber, den Weg so genau wie möglich nachzuvollziehen, so dass die Längenangaben im Großen und Ganzen stimmen sollten.
Länge:7 km mit 680 hm
Unsere Zeit: Gut 6 Stunden in einem sehr gemütlichen Tempo mit langen Pausen am Vorgipfel und Gipfel.
Die Etappen zur besseren Einschätzung (ohne Pausenzeiten zwischen den Etappen):
  • Vom Parkplatz am See entlang bis zum Pfadeinstieg: knapp 15 Minuten
  • Aufstieg bis zum Sattel neben dem Vorgipfel: 1½
  • Weiter bis zum Gipfelplateau: 35 Minuten
  • Gemütlicher Rückweg bis zum Beginn des rutschigen Pfads: 25 Minuten
  • Schwierigerer Abstieg bis hinter die letzten ausgesetzten Stellen: 45 Minuten
  • Ungefährlicher Abstieg bis zum Parkplatz: 50 Minuten
Alter unserer Kinder: 9½ und 11½
Schwierigkeit: Wenn man den südlichen Zustieg als Hin- und Rü nimmt, bewegt sich diese Wanderung in der Schwierigkeitsklasse von Osterfeuer- oder Schafkopf etc., ist also auch für noch ungeübte und kleinere Kinder sehr gut machbar. Für den Ab- oder Zustieg über den nördlichen Pfad ist hingegen eine hohe Trittsicherheit und schon etwas Erfahrung mit kraxeligen und ausgesetzten Wegen notwendig. Wer die besitzt, kann die Tour als Rundweg so noch abwechslungsreicher und spannender gestalten.
Bis zum Abzweig des südlichen Zustiegs geht es vom Parkplatz etwa 700 m über die Uferstraße, dann schlängelt sich der Pfad durch bzw. am Rand einer locker bewachsenen Rinne hinauf. Es ist für ca. 150 Höhenmeter zwar gleichbleibend recht steil, aber trotzdem angenehm zu gehen, der Pfad ist nur selten rutschig und hat nur ganz wenige kraxelige Stein- oder Wurzelstufen. Im Halbschatten bei kühleren Temperaturen sehr angenehm, im Hochsommer oder am Nachmittag in der prallen Sonne wird man hier sicher kräftig ins Schwitzen kommen.
Nach dem Verlassen der Rinne folgt mit dem Wiesenhang der einzige Abschnitt des Südpfads, in dem man ein bisschen aufpassen muss. Der alte Zaun hat nur noch Museumswert, weist einen aber zumindest darauf hin, dass der Hang ein paar Meter unterhalb ziemlich steil abbricht. Der Pfad ist hier trotz des hohen Gras gut ausgetreten und erkennbar und abgesehen von einem größeren Stein, der an einer Stelle auf dem Pfad lag, gab es keine Stolperwurzeln o.ä. Es gibt also keinen Grund, vom Weg abzukommen, aber falls das passieren sollte, müsste man sich rasch im Gras festkrallen, damit man nicht ins Rutschen kommt und nach ein paar Metern abstürzt. Nach der ersten Kehre wird das sofort besser, da man nun immer die vorherigen Pfadabschnitte unter sich hat. Für trittsichere Kinder überhaupt kein Problem, kleine oder unerfahrene Kinder nimmt man hier einfach an die Hand.
Wenn man nach wenigen Kehren den Grashang wieder verlässt, bleibt es bis zum Gipfel absolut ungefährlich. Im Wald lässt die Steigung langsam aber stetig nach und so wird das Laufen immer einfacher. Das Gelände wird zudem flacher, so dass die Kinder auch mal bedenkenlos neben dem Pfad herumhüpfen und spielen können. Die Senke neben dem namenlose "Vorgipfel" ist schnell erreicht und bietet ausreichend Platz zum gefahrlosen Rasten und Spielen. Vorher sollte man den Kindern allerdings zeigen, wo sich die ziemlich steile Abbruchkante befindet, damit sie davon etwas Abstand halten.
Weiter zum Schönjöchl bleibt die Steigung mäßig, man kommt höchstens wegen des fehlenden Schattens ins Schwitzen. Das große und flache Gipfelplateau ist darum ziemlich schnell erreicht. Es bietet noch mehr Platz zum herumtollen, aber auch hier gibt es Abbrüche an beiden Seiten. Solange man sich aber auf dem Wiesengelände zwischen den Bäumen am Rand aufhält, besteht überhaupt keine Gefahr und die Kinder können nach Herzenslust Herumtollen, während die Eltern in der Sonne dösen :-)
Weiter zum nördlichen Abstieg bleibt es ebenfalls lange Zeit völlig ungefährlich, der Pfad führt in sicherem Abstand an allen Abbrüchen vorbei. Man könnte mal ein paar Meter die Wiese hinunterfallen, würde unten aber weich gebremst. Kurz nach dem Gipfel führt der Pfad allerdings an 2-3 Mal etwas steiler und rutschig durch die Latschen hinunter, da muss man aufpassen, dass man nicht ausrutscht und sich schmerzhaft hinsetzt. Die Latschen helfen im Zweifel im Abstieg.
Nach dem Abzweig auf den Geierkopfpfad beginnt nach kurzer Zeit der eigentliche Abstieg, und da wird der Pfad auf einmal richtig schlecht! Es ist wurzelig oder steinig, oft mit viel rutschigem Geröll und manchmal sehr hohen Stufen. Einige Stellen sind vom Regen richtig glattgespült, so dass man nur sehr vorsichtig und am besten seitlich hinunterkanten kann, immer in der Erwartung, dass man gleich ein halben Meter rutscht. Das Gelände ist hier aber recht ungefährlich, denn obwohl der Hang ein bisschen steil ist, gibt es genügend Bewuchs und es wird weiter unten immer flacher. Man kann hier also nicht abstürzen, die Gefahr besteht mehr im Hinfallen und aufschürfen. Die rutschigen Pfadstellen lassen sich zur Not aber auch seitlich durchs Gras umgehen. Nach der ersten Überquerung der kleinen Rinne wird es im Wald zwar weniger geröllig, aber es bleibt steinig und steil, dazu kommen hohe erdige Wurzelstufen, die hinunter sehr vorsichtig begangen werden müssen. Wenn man da stolpert, könnte man einige Meter schmerzhaft hinunterkullern. Bei Nässe sollte man hier besser nicht lang, denn die erdigen Abschnitte sind dann sicherlich enorm rutschig.
Nach Rücküberquerung der kleinen Rinne erreicht man den ausgesetzten Geröllhang mit der Drahtseilversicherung. Der war jetzt bei unserer Erfahrung tatsächlich keine besondere Herausforderung, aber mit kleineren oder weniger trittsicheren Kindern sollte man sich das schon gut überlegen. Der Pfad ist auch hier voller Geröll, aber selbst im Abstieg ging es erstaunlich einfach. Das Drahtseil ist gut gesetzt und bietet hervorragenden Halt, um an der steilen Felskraxelstelle rückwärts hinunterzusteigen. Danach helfen ein paar befestige Stufen, und sobald das Seil endet, geht es auch nur noch ein paar Meter ziemlich flach und ungefährlich bis zum "rettenden" Wald. Selbst Steffi empfand die Stelle als nicht so unangenehm, denn zum einen läuft die Rinne unten flach aus (man wäre bei einem Sturz sicherlich stark verletzt, aber es ist keine von diesen "keine 2. Chance"-Stellen), zum anderen gibt es gerade dort, wo man hinuntersteigen muss, einen kleinen Latschenvorbau, so dass man nicht direkt in den Abgrund schaut. Aufgrund des Seils besteht auch die Möglichkeit, kleineren Kindern zu helfen, ohne dabei selbst auf guten Halt verzichten zu müssen. Vielleicht also durchaus eine gute Stelle, um sowas mit kleineren Kindern mal zu üben, dann aber wohl besser hinauf als hinunter.
Nach dem ausgesetzten Abschnitt folgen noch ein paar kurze, leicht ausgesetzte Felsstellen mit steilen Waldhängen unterhalb, danach wird es sehr schnell ungefährlicher und flacher, und je weiter nach unten man kommt, desto angenehmer wird der Pfad. Nach Erreichen der großen Schuttrinne wird es ganz flach und ungefährlich, nur auf die Steine und Wurzeln im Pfad sollte man noch ein bisschen schauen.
Hinweise zur "Überschreitungsrichtung"
Es ist nicht einfach, eine klare Empfehlung zu geben, welchen Pfad als Zu- und welchen als Abstieg man nehmen sollte. Auch Andreas von gipfelfieber.com, von dem ich diese Tour habe, tat sich da schwer :-) Es hängt neben den Fähigkeiten der Kinder auch ein bisschen vom Wetter und der Tageszeit ab.
Für den südlichen Aufstieg und den nördlichen Abstieg sprechen:
  • Die eindeutig schöneren Blicke auf den Plansee hat man auf dem Südpfad, und darum sollte man hier unterwegs sein, solange die Sonne noch im Süden steht. Am Nachmittag sieht man nicht mehr viel, wenn man direkt in die Sonne schaut. Wer also nicht mittags schon wieder runterkommt, geht besser hier hinauf. Bei bedecktem Wetter natürlich egal.
  • Der Südpfad wird nach oben immer leichter bzw. weniger anstrengend, der Nordpfad hingegen nach unten. Wir empfanden es als sehr angenehm, dass sowohl im Auf- wie im Abstieg der anstrengende oder schwierige Teil zuerst überwunden wurde und wir dann so entspannt "auslaufen" konnten. Gerade im Aufstieg über den Nordpfad könnte das am Ende nervig werden, wenn es nach der ausgesetzten Stelle nach oben immer steiler und rutschiger wird.
  • Der südliche Pfad hat mittags eine angenehme Mischung aus Sonne und Schatten, der Nordpfad bekommt am späten Nachmittag Sonne ab. An kühlen aber sonnigen Tagen bekommt man in dieser Richtung also am meisten angenehme Sonne mit.
Für den nördlichen Aufstieg und den südlichen Abstieg sprechen:
  • Je weniger Erfahrung man hat, desto eher sollte man schwierige und rutschige Pfad rauf statt runter gehen. Das spricht dafür, den Nordpfad hinauf zu gehen.
  • Auf dem Nordpfad tut man sich eher (und stärker) weh, wenn man mal ausrutscht. Also kein Abstieg für müde Beine und daher eher nichts für jüngere oder nicht so konditionsstarke Kinder. Bei unseren war das mit 9 und 11 und der recht kurzen Tour kein Problem.
  • An sehr heißen Tagen ist der Nordpfad sicherlich kühler, da er lange Zeit im Schatten liegt. In der Rinne auf dem Südpfad käme man im Aufstieg sicher deutlich stärker ins Schwitzen.
  • Wenn es am Vortag noch geregnet hat, könnte der Nordpfad im Waldabschnitt nach der ausgesetzten Stelle rutschig sein, dann lieber hinauf als hinunter.
Fazit: Wer kleine oder unerfahrene Kinder dabei hat (oder es auch selbst mal nicht so schwierig haben möchte), geht am besten den südlichen Pfad hinauf und auch wieder hinunter. Der Pfad ist schön genug, dass man ihn zweimal gehen kann. Wer sich den nördlichen Pfad zutraut und dadurch noch ein bisschen mehr Abwechslung, Spannung und zudem schöne Blicke auf die Felsabbrüche haben möchte, der muss die Pros und Contras abwägen.
Bitte beachtet die Gefahrenhinweise.
Attraktivität: Es gibt hier keine besonderen Attraktionen wie Schluchten oder Wasserfälle, hier macht einfach das Wandern durch abwechslungsreiche und wirklich schöne Wald- und Wiesenlandschaften Spaß. Darum ist das Schönjöchl auch die perfekte Tour für einen sonnigen Herbsttag, an dem die Farben der Bäume beim südlichen Aufstieg eine wunderschöne Kulisse in Kombination mit dem grün-blauen Plansee bilden!
Man kann schon gleich zu Beginn der Wanderung einige Zeit am Ufer des Plansees mit Spielen verbringen, bevor man durch die grasige und überaus schöne, weil locker bewachsene Rinne abwechselnd in Sonne und Schatten hinaufsteigt. Die Rückblicke auf den Plansee sind phänomenal und man tut sich wirklich einen Gefallen, wenn man zur Zeit des rötlichen Herbstlaubs hierher geht. Der Mischwald (Fichten, Kiefern, Buchen, Ahorn) oberhalb der Rinne ist abwechslungsreich, lichtdurchflutet und richtig schön, es macht einfach Spaß, hier entlang zu wandern. Nicht nur, weil es hier weniger anstrengend wird, sondern auch weil die letzten Geräusche vom Plansee verschwinden und es auf einmal ganz still ist.
Zwischen Vorgipfel und Schönjöchl ändert sich die Landschaft erneut, da man sich allmählich der Baumgrenze nähert. Dieser ständige Wechsel macht den Aufstieg sehr attraktiv, zudem bieten die sonnigen Hänge nun mehr als eine Gelegenheit, in der wärmenden Herbstsonne zu liegen und wegzudösen :-) Das Gipfelplateau ermöglicht zwar keine Blicke auf den Plansee, dafür aber umso schönere auf die Geierköpfe und die Kreuzspitze. Viel toller ist aber das große Spielgelände zum gefahrlosen Herumtollen für die Kinder! Das schattigere Waldgelände hinter dem Gipfel hat dann wieder einen ganz anderen aber nicht minder schönen Charakter, der zum Versteckenspielen oder Waldhäuschen-Bauen einlädt.
Wem schöne Landschaft alleine zu langweilig ist, der bekommt dann im Abstieg eine Portion Spannung! Auch wenn der Pfad besonders im oberen Drittel schwierig ist: Wenn man einfach den ganzen Weg wieder auf einem normalen Waldpfad hinunter laufen würde, wäre es auf Dauer vielleicht zu eintönig. So aber ist der Abstieg spannend und das etwas zerklüftete Gelände mit teilweise tollen Aussichten auf die Felsabbrüche auch sehr attraktiv. Die ausgesetzte Passage mit dem Drahtseil sieht schon recht spektakulär aus und macht auch ziemlich viel Spaß, wenn man solche Kraxeleien mag und keine Angst vor ausgesetzten Stellen hat. Genau die richtige Würze für eine ansonsten eher "sanfte" Tour. Danach geht es wieder durch schönen lockeren Mischwald, bis man die große Schuttrinne erreicht, wo man sogar am Bach spielen kann. Der unterste Abschnitt ist nochmal sehr attraktiv, denn hier ist der Wald quasi vom Geröll "überschwemmt" worden, und das wirkte zusammen mit dem Herbstlaub und der Abendsonne ein bisschen wie ein Zauberwald.
Insgesamt war das eine wirklich wunderschöne, farbenfrohe Herbsttour für den Saisonausklang!
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Von der Wiese am Parkplatz aus ist der Schönjöchl leider nicht zu sehen. Der Gipfel ist so flach, dass er sich hinter der Kuppe am blauen Pfeil verbirgt. Die rechte, höher wirkende Erhebung, ist der Vorgipfel, an dessen Rand wir Rast gemacht haben. Nachdem der Parkplatz von dort aber gerade nicht zu sehen war, müssen wir hinter einer kleinen Felsnase an den Rand gestiegen sein.

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Wer die Tour im Sommer unternimmt, sollte auf jeden Fall Badesachen dabei haben, im Herbst offenbar lieber eine Taucherausrüstung :-) Der kurze Spaziergang am Plansee entlang war bei der klaren Sicht wirklich toll. Rechts sieht man hinten die Gipfel unserer Schrofennäs-Wanderung, der Aufstieg beginnt links vom großen Felseinschnitt.

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Kurz vor dem südöstlichen Ende des Sees zweigt der beschilderte Pfad nach links den Hang hinauf ab. Mal wieder eine Tour auf markierten und kartenverzeichneten Pfaden, das hatten wir dieses Jahr selten :-) Es war entsprechend auch nicht völlig einsam, 3x kam uns jemand beim Aufstieg entgegen und 3 Leute waren am Gipfel unterwegs. Beim Abstieg überholte uns zwar innerhalb von 10 Minuten ein ganzer Rutsch von insgesamt etwa 20 Leuten, die alle von den Geierköpfen zurückkamen, aber danach waren wir wieder ganz für uns alleine. Insgesamt also das genau das Richtige für die nicht mehr so langen und warmen, aber "goldenen" Herbsttage, an denen die bekannteren Gipfel völlig überlaufen sind. So ein bisschen "Ausschlendern" zum Saisonausklang... (das Florian und ich uns im November noch durch den Speibenkäs kämpfen würden, ahnte ich ja noch nicht ;-))

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Es geht ziemlich steil und stellenweise ein bisschen kraxelig oder rutschig los, aber jedesmal, wenn man einen leichten Schlenker in die Rinne hinein macht, hat man mit dem Genießen der wunderschönen Herbstfarben eine gute Ausrede, um kurz stehenzubleiben!

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Was dieses Schild bedeuten soll, dass sich später noch einmal wiederfand, haben wir nicht kapiert. Vielleicht halten die den Pfad instand? Vom Hotel Forelle zur Zwerchenbergalm (falls die gemeint ist), gibt's jedenfalls einen bessern Verbindungsweg...

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Links die Westseite der Spießwände, über die man auch zum Lichtbrenntjoch im Hintergrund gelangen kann.

Die Rinne wird nach oben immer breiter und lichter, aber auch sehr steil. Wen man hier noch weiter hinaufkraxelt, kann man sicher stundenlang friedlich unter einem der Bäume dösen.

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Dem Pfad wird's jetzt allerdings auch zu anstrengend, darum verlässt er die Rinne auf der rechten Seite...

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...und landet in diesem Hang. Hier muss man ein bisschen vorsichtig sein, denn der Pfad ist zwar ausreichend breit und gut befestigt, aber der Abbruch daneben ist ausgesprochen steil und das alte Geländer nur noch etwas für's Museum.

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Dank der großen Serpentinen geht es nun deutlich entspannter hinauf. Der Blick aus diesem Hang ist einer der schönsten auf der ganzen Tour.

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Die einzige Kraxelstelle im Hang ist harmlos. Rechts erkennt man, dass es gleich nach der ersten Kurve ungefährlicher wird, weil es einen kleinen Absatz vor dem Abbruch mit dem alten Zaun gibt.

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Nach dem Aussichtshang geht es hinein in ein lichtes Waldgelände, das mit den herbstlichen Farbwechseln besonders schön war. Die Steigung lässt jetzt sehr schnell nach.

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Wenn man wieder aus dem Wald herauskommt und quasi waagerecht läuft, hat man den Vorgipfel erreicht, zu dem man links hinaufsteigen kann. Er ist allerdings verwachsen ohne besondere Aussicht. Besser geht man erst noch bis zum Sattel, wo der der Pfad im rechten Winkel abbiegt, und unternimmt dort einen Abstecher links hoch zu den Abbrüchen.

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Ein wirklich schöner Rastplatz, aber Vorsicht, die Abbruchkante hinten am Baumstumpf ist enorm steil! Man kann links auf Wildwechseln an der Kante entlang gehen und die Blicke von den "Aussichtsfenstern" genießen, hier mit dem Säuling.

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Weiter auf dem Pfad Richtung Schönjöchl wurde es nun trotz der mäßigen Steigung wieder etwas anstrengender, denn in den Grashängen gab es nun immer weniger Schatten, und so kamen wir trotz der eigentlich angenehmen Temperaturen ein bisschen ins Schwitzen.

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Einen richtig schönen Blick hinunter in die Abbrüche unter dem Schönjöchl hat man von dieser Seite aus nie. Man kann kurz vor Erreichen des Gipfels mal zwischen den Latschen hindurchlugen, und da sieht man tatsächlich die drahtseilversicherte Stelle am Rückweg (und den Pfad danach).

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Das langgezogene Gipfelplateau das Schönjöchl ist erreicht! Wenn die erste Wiese derart überfüllt ist (da links sitzen 2 Leute!), dann geht man noch 100 Meter weiter zur zweiten Wiese im rechten Bild. Von dort hat man tatsächlich auch die schönere Aussicht, denn alles was man von der ersten Wiese aus sehen kann, hatten wir im bisherigen Aufstieg schon schöner.

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Links der wilde Kaiser, rechts der höchste Berg der Ammergauer Alpen, die Kreuzspitze. Die Geierköpfe sieht man von weiter vorne natürlich auch, die kommen nachher noch :-) Abgesehen von den Kanten, die irgendwo hinter den Baumreihen lauern, gibt es hier oben eigentlich nur die eine etwas gefährliche Stelle am roten Punkt...

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...denn da geht etwas unerwartet hinunter und wird sehr bald sehr steil. Der Pfad führt in ausreichendem Abstand vorbei, aber wenn die Kinder herumrennen, sollte man ihnen vielleicht nahelegen, von dieser Stelle ein bisschen weg zu bleiben. Im Abstieg nach Norden hält der Pfad dann immer beruhigenden Abstand zu beiden Kanten.

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Es wird, als Vorübung für den späteren Abstieg, aber ab und zu etwas kraxelig...

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...und das ist hinunter gar nicht so einfach. Wem das hier mit kleinen Kindern schon zu schwierig ist, der sollte unbedingt den südlichen Pfad auch wieder als Rückweg nehmen.

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Dieser Abzweig hier ist *nicht* der Abstiegspfad, sondern müsste laut Karte auch wieder am Gipfel landen.

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Hier ist er nun, der Westgipfel der Geierköpfe. Ganz knapp lugt hinten auch noch der höhere Ostgipfel hervor, der war von oben natürlich besser zu sehen.

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Das ist jetzt der richtige Abzweig. Das hügelige Waldgelände nördlich des Schönjöchls ist wirklich wunderschön und an längeren Sommertagen sicherlich nochmal ein Spielparadies für die Kinder!

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Der Abstieg ist dann leider nicht so erfreulich. Gut befestige Pfadabschnitte wechseln mit abgerutschten oder ausgewaschenen Stellen, bei denen man wirklich sehr aufpassen muss, dass man nicht ausrutscht. Das Gelände unterhalb ist hier aber nicht gefährlich.

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Plansee mal nicht in grün :-) Rechts der Blick auf das Schönjöchl, irgendwo da am roten Pfeil hatten wir vor dem Erreichen des Gipfels hier herüber zur Drahtseilstelle geschaut.

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Im rechten Bild kann man gut erkennen, dass der Hang zwar durchaus mal etwas steiler sein kann, aber es ist immer so dicht bewachsen, dass man da keine Angst haben muss, sollte man wirklich mal wegrutschen.

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Nachdem man auf die linke Seite der Rinne gewechselt ist, wird das Pfad nur kurzzeitig besser. Danach wird es gleich wieder steil und nun nicht geröllig-rutschig, sondern erdig-rutschig. Da es bei uns knochentrocken war, ging das noch einigermaßen, bei Nässe dürfte man hier echte Probleme kriegen.

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Das erneute Durchqueren der Rinne ist aber sehr einfach, obwohl das von oben erst nicht so aussieht. Nun aber nicht zu früh über den wieder waagerechten Pfad freuen:

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Denn jetzt erreicht man die "Schlüsselstelle" des Abstiegs. Aber keine Angst! Zwar ist es sehr ausgesetzt und der Pfad stellenweise auch brüchig oder rutschig, aber ein stabiles Drahtseil leistet hier gute Dienste!

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Die kniffligste Stelle ist der kurze Abstieg auf etwas rutschigem Untergrund, da kraxelt man wirklich am besten rückwärts mit den Händen am Seil hinunter. Der kleine Absatz mit der Wurzel vermittelt ein etwas sichereres Gefühl, aber davon darf man sich nicht täuschen lassen. Wenn man hier ausrutschen würde, könnte man links von Florian ohne Halt in den Hang hinunterstürzen. Wenn die Kinder weniger erfahren sind, steigt wohl besser ein Erwachsener zuerst ab.

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Hier waren vor langer Zeit vermutlich die selben Wegbauer am Werk wie beim Aufstieg zur Jagdhütte unterhalb der Schrofennäs. Zumindest wurden exakt dieselben Stecken verwendet, die sich hier auch genauso akrobatisch den Hang hinunter verrenken :-) Aber hier gibt's ja erfreulicherweise die stabile Felswand auf der einen Seite, und mit der Hand am Seil ist das alles gar kein Problem.

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Wenn das Drahtseil endet, ist es auch gleich viel weniger gefährlich.

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Nochmal die gesamte Stelle im Rückblick.

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Nach der Schlüsselstelle kommen fast die unangenehmeren Stellen, da es dort nichts zum Festhalten gibt. Es ist zwar nicht so schwierig, wie man nach dem rechten Foto denken könnte...

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...aber vorsichtig und konzentriert muss man hier schon sein.

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Auch im Rückblick sieht's lustigerweise wieder schwieriger aus, als es ist. So, als ob der Pfad ganz schräg im Hang läge. Nach diesen felsigen Stellen muss man noch kurze Zeit konzentriert bleiben, denn obwohl der Pfad jetzt deutlich besser wird, ist der Hang unterhalb nun eine Weile ziemlich steil.

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Sobald der Pfad anfängt, sich in Serpentinen den Hang hinunterzuwinden, darf man sich entspannen, denn ab jetzt ist es nicht mehr gefährlich.

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Was wohl diese Markierung mitten im unzugänglichsten Gelände zu bedeuten hat?

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Kurz vor Erreichen der großen Rinne wird es nochmal steil und sehr rutschig, wie Florian schmerzhaft erfahren musste! Dann ist es aber endgültig geschafft...

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...und man darf sich voll und ganz auf die schönen Ausblicke hinauf und hinunter konzentrieren.

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Die riesige Schuttreiße mit den verschütteten Ahornbäumen ist wirklich schön und deutlich beeindruckender, als es auf den Fotos wirkt.

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Da hinten parkt schon das Auto. Zu Abend gegessen haben wir dann in der Musteralpe, und da waren wir angenehm überrascht. Nichts Ausgefallenes auf der Karte, aber sehr lecker, anständige Portionen und nicht teuer! Genau der richtige Abschluss für eine Wanderung, die ja auch nichts Spezielles zu bieten hatte, aber trotzdem (vor allem bei diesem tollen Herbstwetter) sehr schön war!

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Frank Steiner (Email)

Last modified: Wed May 30 12:25:37 CEST 2018

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Das Hintergrundbild stammt von http://www.grsites.com.

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