Klettersteig für Kinder in Franken: Norissteig

wir
Norissteig
April 2013
Ausgangspunkt:Kostenfreier Wanderparkplatz vor Hirschbach, knapp 2¼ Stunden Autofahrt vom Südwesten Münchens. Von hier aus kann man den Norissteig am einfachsten als Rundweg laufen.
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Bitte beachten: Der Streckenverlauf und die Positionsmarken sind freihändig eingezeichnet. Mit Hilfe von Karten und der Fotos versuche ich aber, den Weg so genau wie möglich nachzuvollziehen, so dass die Längenangaben bis auf kleine Abweichungen stimmen sollten.
Wanderkarte des Bayerischen Vermessungsamts mit Wegverlauf.
Länge:knapp 4½ km mit etwa 100 hm
Unsere Zeit: 7 Stunden (Hinweise bzgl. der Zeiten). Man sollte genug Zeit mitbringen, um in Ruhe ausprobieren zu können, was die Kinder schon schaffen und was nicht. Aber auch, falls sie Passagen, die ihnen besonderen Spaß machen, mehrmals gehen wollen.
Die Etappen zur besseren Einschätzung (ohne Pausenzeiten zwischen den Etappen):
  • Parkplatz bis Amtsknechtsstube: 45 Minuten (inkl. 10 Minuten Vorab-Kraxeleien)
  • Durch die Amtsknechtsstube: ca. 15 Minuten
  • Mit Durchschlupf weiter bis zur Grat-Kraxelei: 10 Minuten
  • Gratkraxelei: ca. 20 Minuten
  • Weiter bis Noristörl: 25 Minuten
  • Noristörl bis Brettl inkl. Höhlenabstecher: 10 Minuten
  • Brettl-Querung: 15 Minuten (plus 15 weitere für 2 zusätzliche :-))
  • Weiter bis hinter den Sprungstein: 15 Minuten
  • Sprungstein bis Franke-Kamin: 30 Minuten
  • Franke-Kamin: 1 Stunde (Steffi runter, Kinder außen herum runtergebracht, Ariane rauf und runter, Florian rauf und außen herum runtergebracht, ich runter)
  • weiter zur Mittelbergwand: knapp 10 Minuten
  • Mittelbergwand bis Gipfel: 40 Minuten (davon gut 20, bis alle durch den Spalt oben waren)
  • Rückweg zum Auto: 20 Minuten
Alter unserer Kinder: 8 und 10
Schwierigkeit:
Schwierigkeit B/C im Schall-Klettersteigatlas (Bewertungsskala).
Topografie als PDF zum Ausdrucken. Sie stammt aus unserem Klettersteig-Atlas Deutschland, 2. Auflage, April 2012, Schall-Verlag, ISBN: 978-3-900533-71-7.
Die Einbindung hier erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Schall-Verlags für den privaten Gebrauch. Bitte verbreitet die Topo daher nicht im Internet weiter, sondern nutzt sie nur für euch selbst!
Griffhoehe
URLs via-ferrata.de klettersteig.de
Ausrüstung
  • Klettersteigset
  • Helm
  • Nachsicherungsset
  • Handschuhe: optional. Die Seile waren alle in gutem Zustand, und da man immer nur sehr kurz klettert, werden die Hände nicht stark strapaziert.
  • Rastschlinge: wenn die Kinder den Franke-Kamin ohne Nachsicherung klettern, kann eine Rastschlinge sinnvoll sein, falls es zwischendurch zu anstrengend wird. Ansonsten braucht's keine, da die Seilstellen immer nur sehr kurz sind und auch kein "Stau" an einer Stelle entstehen kann, wo man nicht gemütlich stehen kann.
Eignung für Kinder Mit Florians Reichweite grenzwertig, aber wenn man als Eltern ein bisschen hilft, geht es sehr gut. Vor allem, weil die Hilfestellung fast nur an ungefährlichen Felsstellen notwendig ist, die seilversicherten Passagen sind da in der Regel leichter. Selbst die weiten Tritte am Brettl lassen sich ohne Hilfe überwinden, wenn das Kind sich traut. Ariane hat mit ihrer Reichweite alles alleine gemeistert.
Sehr angenehm ist, dass die einzelnen Abschnitte nur kurz sind und einzeln umgangen werden können. So besteht hier keine Gefahr, das man mitten im Klettersteig steckenbleibt, weil's zu schwer wird oder die Kinder erschöpft sind.
Es ist vielleicht eine gute Idee, mit Kindern in Florians Größe bei nicht so tollem und warmem Wetter zu gehen (wir hatten 12 Grad und ein paar kurze Schauer, und es ging trotzdem gut). Wir hatten das Brettl und den Franke-Kamin ganz für uns alleine und konnten dort in Ruhe "stundenlang" herumturnen und probieren, was die Kinder schaffen. Florian hat für den Aufstieg im Franke-Kamin 10 Minuten gebraucht, und wenn dann schon 5 andere Leute anstehen, kraxelt man sicher nicht ganz so entspannt. Auch wenn wir den Kindern immer einschärfen, sich auf gar keinen Fall von jemand hetzen zu lassen. Aber selbst wenn die andern geduldig warten, fühlt man sich ja doch ein bisschen verpflichtet, nicht zu trödeln.
Nachsichern Am Franke-Kamin und am Einstieg in die Mittelbergwand sollte man Kinder unbedingt nachsichern. Für den Franke-Kamin hat unser 15m-Nachsicherungsset gereicht, d.h. wer Einbindeschlaufen etc. selbst knüpft, kommt mit einem 20m-Seil gut hin. Im Franke-Kamin kann man dann das KS-Set ausziehen, wenn es die Kinder stört. In der Mittelbergwand muss es aber schon unten wieder eingebunden werden, damit sich die Kinder oben direkt einklinken können.
Vorbereitung/Vergleich Einige Teile sind schwieriger als der Oberlandsteig, andere leichter, aber wegen der unabhängigen Einzelabschnitte ist der Norissteig für Anfänger besser geeignet, als irgendein langer Steig ohne Abbruchmöglichkeiten. Damit man nicht zu viele Teile auslassen muss, sollten Kinder aber besser schon ein bisschen Erfahrung besitzen und z.B. den Oberlandsteig in beiden Teilen gegangen sein (oder etwas vergleichbar schweres). Auch Klettereien wie am Besler, Kofel und Leonhardstein sind hilfreiche Vorübungen.
Sonstiges Wegen der niedrigen Lage ist der Steig ein guter Kandidat für den Winter. Die allgemeine Schneelage in der Region kann man ganz gut auf den Webcams von Hersbruck und Umgebung überprüfen.
Genau wie beim Oberlandsteig kann man beim Norissteig durch Auslassen oder Durchsteigen der einzelnen Teile selbst bestimmen, wie schwer die Tour wird. Man hat sich beim Norissteig bemüht, an möglichst vielen Stellen ohne künstliche Kletterhilfen (Tritte, Seile,...) auszukommen. Dadurch entstehen ab und zu Probleme für kleinere Kinder. Man trifft immer wieder auf ziemlich hohe Felsstufen (teilweise speckig und glatt) mit nur wenig guten natürlich Griffen oder Tritten. Wir mussten Florian daher öfters mal ein bisschen schieben oder ziehen, damit er hochkommt. Das trat aber immer nur an ungefährlichen Stellen auf oder an solchen, wo alle angesichert waren, so dass wir problemlos Hilfestellung geben konnten. Es spricht also nichts dagegen, mit Kinder mit vergleichbarer Reichweite auf den Norissteig zu gehen, solange man ein bisschen hilft.
Zustieg
Die Wanderkarten (Vermessungsamt, Kompass, openstreetmap) sind für den Norissteig nicht sehr hilfreich, weil es hier viel zu viele Wege gibt. Und auf Google Maps zudem noch viele falsche. Dafür sind aber die Markierungen vorbildlich und leiten einen sicher über den gesamten Steig.
Wir starten allerdings nicht am offiziellen Beginn des Norissteig in Fischbrunn, sondern unterhalb der Mittelbergwand. Das ist die kürzeste Variante als Rundweg, aber darum stoßen wir erst nach einiger Zeit auf die offiziellen Markierungen. Vorher geht es auf einfachen Wegen durch den Wald, wobei sich auch hier schon schöne Klettermöglichkeit auf die vielen Felsbrocken bieten.
Amtsknechtsstube
Die Amtsknechtsstube selbst ist ein schöner Einstieg, ziemlich kurz, nicht zu schwer, aber mit Stahlstiften, Drahtseilen und dem Ausgang durch die Höhle direkt sehr spannend. Wenn die Kinder hier mit dem Queren auf den Stiften oder dem senkrechten Aufschwung nach der Höhle Probleme haben, dann ist der weitere Steig nicht gut geeignet und man sollte vielleicht lieber abbrechen. Zwischen Höhle und Aufschwung mussten wir Florian aus dem kleinen "Felskessel" heraushieven, sonst säße er heute noch darin :-)
Grat-Kraxeleien
Nach einem Felsdurchschlupf, in den es Florian mit Arianes Räuberleiter schaffte, und einer kleinen Felskraxelei, folgt ein recht unangenehmer Abschnitt für besorgte Eltern. Es geht 10m auf einem kleinen Grat entlang, der von unten erstmal ganz problemlos wirkt. Man kann auch höchstens 3-4m daneben runterfallen (was natürlich auch schon reicht), aber dafür ist der Grat tatsächlich ziemlich schmal und die Kinder können nicht einfach so drüberspazieren, sondern müssen die Hände zu Hilfe nehmen. Wir sind etwa nach der Hälfte ausgestiegen und dafür den letzten Felsen nochmal von hinten hochgeklettert. Diese Passage war schwieriger und unangenehmer als die Amtsknechtsstube. Gleich danach muss man ein bisschen aufpassen, weil der Pfad nah an die Abbruchkante heranführt. Bis zum Noristörl folgen dann noch zwei weniger schwierige kleine Felsstellen.
Noris-Törl
Den Kletterfelsen direkt vor dem Noris-Törl haben wir ausgelassen. In Richtung Törl komme man noch relativ problemlos hoch, aber der Abstieg sah sehr schwer aus und war uns selbst als Aufstieg vom Noris-Törl aus mit dem vom Regen nassen Fels zu gefährlich. Mit Nachsicherung hätten wir uns vermutlich getraut, aber oben war keine Möglichkeit vorhanden, das Set sicher zu installieren (höchsten große Bandschlinge um einen Felszacken). Und so ganz ohne Ansicherung empfanden wir das mehr als ein Aufgabe für geübte Kletterer, nicht für Klettersteiggeher auf unserem Niveau. Also haben wir es lieber gelassen und uns stattdessen im Noristörl vor dem Regen untergestellt. Auf das kann man übrigens auch klettern, aber das ist noch schwieriger als der Fels davor.
Brettl
Der Einstieg ist ziemlich steil und Florian kam nicht ganz so leicht (aber alleine) hoch. Die folgende waagerechte Wandquerung in 10 m Höhe ist nicht schwer, sofern man schwindelfrei ist. Das Felsband, auf dem man läuft, wird immer schmaler, bis man auf Stahlstifte ausweichen muss. Am Übergang und zwischen den Stiften sind die Abstände allerdings sehr groß und zugleich das Seil so hoch, dass Florian zwischendurch nicht mehr drankam. Daher hatte er beim ersten Versuch etwas Bammel und musste an Steffis und meiner Hand die großen Schritte machen. Das hat ihn dann aber gewurmt, also mussten wir nochmal zurück und durften dabei nur seine Karabiner umsetzen, gegangen ist er alleine. Bei der erneuten Hin-Querung hat Florian dann alles alleine gemacht, inkl. Karabiner-Umsetzen, was an der leicht überhängenden Stelle am Ende gar nicht so trivial ist.
Man kann hier bedenkenlos ausprobieren, ob die Kinder die Stelle mit den Stiften schon schaffen, da man ansonsten problemlos die paar Meter wieder zurückgehen und absteigen kann. Man muss dann nur bis zum Sprungfelsen unten an den Felsen entlang laufen, da der Pfad oben bleibt.
Sprungfelsen
Nach einer spannenden Pfadführung an den Felsen entlang und einem einem erneuten Felsspaltdurchstieg (bei dem man den Rucksack besser abnimmt) kommt man zum Sprungstein. Selbst wenn die Felsen nicht feucht gewesen wären: Wir sind doch nicht bekloppt :-) Ca. 1 m soll man darüber springen oder einen großen Schritt machen, aber auf der anderen Seite wartet keine ebene Fläche, sondern nur ein kleiner grasbewachsener Absatz, von dem aus man weiter kraxeln muss. Für die Kinder sowieso nix, aber ich hab mich auch nicht getraut. Wenn man da wegrutscht, landet man 3 m weiter unten auf einer Ansammlung spitzer Felsbrocken. Es gibt genug andere Attraktionen auf dem Norissteig :-)
Franke-Kamin
Große Überraschung: Nachdem wir in sämtlichen Berichten gelesen hatten, dass es hier nur ein paar Klammern und Tritte gibt, stießen wir auf ein durchgängiges Drahtseil! Das war allerdings unangenehm klebrig, so als wäre Harz drauf. Herr Herzog, Norissteig-Referent der DAV-Sektion Noris, schrieb mir dazu:
"Das Seil wurde im November letzten Jahres (2012) angebracht, da die Gefahr eines Unfalles doch mittlerweile (Kamin meist feucht, außerdem schon sehr abgeschmiert) sehr hoch war.
...
Neue Seile sind jedoch vom Hersteller immer mit einem Fett behandelt. Da noch kaum Leute durch den Frankekamin gegangen sind seit der Anbringung des Seiles, klebt es natürlich noch und schaut auch nicht so toll aus. Das gibt sich aber mit der Zeit."
Das Seil zum Festhalten war definitiv eine große Hilfe beim Durchsteigen! Da der Kamin aber doch meist senkrecht verläuft, haben wir die Kinder trotzdem nachgesichert, und das würde ich dringend empfehlen. Man kann nämlich sonst oben schon 2-3 m fallen, bevor man im Anker landet, und sich dabei an den Klammern böse verletzen. Wenn man nachsichert, können die Kinder auf das KS-Set verzichten.
Für Erwachsene ist nun auch der Abstieg dank Seil kein Problem mehr, für Kinder je nach Körpergröße. Ariane ist erst hoch und dann wieder runter gestiegen. Florian kam dank des neuen Drahtseils alleine hoch (sonst wäre es mit seiner Reichweite im oberen Teil schwierig mit dem Festhalten geworden...), hätte aber beim Abstieg sicherlich Probleme gehabt, die Tritte zu finden. Wenn man keine Nachsicherung für die Kinder dabei hat, sollten die auf jeden Fall lieber von unten durchsteigen.
Achtung: Man muss vor dem Franke-Kamin die Kinder wieder einfangen, wenn sie vorlaufen durften, denn die Felsabbrüche neben dem Kamin kommen recht unvermittelt und sind für spielende und durch den Wald rennende Kinder sicher nicht so gut erkennbar.
Mittelbergwand
Die ist zum Schluss nochmal ein ganz schöner Brocken! Man muss sich erstmal 3 m durch einen senkrechten, sehr engen Kamin zwängen, durch den man nur ohne Rucksack passt, bevor man das runterhängende Drahtsteil erreicht. Aber selbst dann sind es noch 2 schwierige Meter, bis man wieder richtig steht und sich am waagerechten Seil einklinken kann. Das war wirklich nicht einfach, bis ich da oben war. Ich hab dann die Rucksäcke mit dem Seil unseres Nachsicherungssets hochgeholt und eingehängt. Zur Not kann man sie aber auch unten lassen und auf dem Rückweg wieder dort vorbeigehen. Ohne Nachsicherungsset hätten wir Bedenken gehabt, die Kinder hier hochlkettern zu lassen, weil man von unten auch nicht sehr gut unterstützen kann, dazu ist es einfach zu eng. Mit Nachsicherung kam Ariane alleine hoch, Florian hatte wieder ein bisschen Probleme, mit seiner Reichweite, die nächsten Tritte zu finden. Mit ein wenig Rumprobieren hat er aber die richtige Strategie gefunden.
In der Wand selbst kommt noch einmal eine ziemlich hohe Stufe, wo auch wieder ein Eisentritt mehr fehlt, damit kleinere Kinder problemlos hochkommen. Ariane hat es noch hinbekommen, Florian musste ich von oben die Hand geben und ein bisschen ziehen. Der Rest ging problemlos, und dann ist man nach einer letzten kurzen Kraxelei am Gipfelkreuz. Solange man innerhalb der Drahtseilgeländer bleibt, besteht hier keine Absturzgefahr.
Abstieg
Fast der schwierigste Teil :-) Aber nur, weil auf einmal die gewohnten Markierungen verschwunden sind und wir darum erstmal keine Ahnung hatten, wo's weitergeht. Wenn man auf dem Rücken bleibt, ist es aber ungefährlich und man stößt bald auf einen breiten Weg, siehe Karten und Fotos unten.
Bitte beachtet die Gefahrenhinweise.
Attraktivität: Genau das richtige, wenn die Kinder auf dem Oberlandsteig auch im Aichaer Teil Freude hatten und nun nach "mehr, länger, schwerer" schreien :-) Der Norissteig ist ausgesprochen abwechslungsreich und spannend, mal schwer, mal leicht, durch Felslöcher und Spalten, mal waagerecht, mal senkrecht, mal gut gesichert auf Stiften und Klammern, mal wackelig auf schmalen Felsgraten. Und am Schluss sogar noch ein Gipfelkreuz mit Aussicht:-) Wir waren alle vier richtig begeistert, so dass uns nicht mal die starken Regenschauer vor dem Brettl stoppen konnten.
Die Abwechslung zwischen schwierigen und leichten Passagen ist gerade für die Kinder perfekt, damit sie nicht überfordert werden. Großen Spaß hatten beide auch an den "inoffiziellen" Kletterfelsen oder den vielen kleinen Spalten und Höhlen rechts und links des Wegs. Selbst wenn man nicht wie wir vor dem Regen flüchten muss, lohnt sich auf jeden Fall ein Abstecher zu den beiden Höhlenlöchern direkt vor dem Brettl, wo wir was Nettes ("süüüß!!!") entdeckt haben.
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Es gibt 4 Parkplätze um Fischweiher herum (siehe Karte). Von diesem hier ist es als Rundweg am kürzesten und man muss am wenigstens über breite Fahrwege. Nach der Straße geht es auf Trampelspuren am Acker entlang, man überquert den Pfad, auf dem wir nachher zurückkommen, und macht eine Linkskurve. Der Pfad wird dann eindeutig...

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...und nach kurzer Zeit stößt man auf einen breiten Fahrweg, dem man nach rechts folgt. Nach der Linkskurve biegt man an der Baumreihe direkt wieder rechts ab (oder geht weiter hinten im Bogen am Waldrand entlang).

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Der Weg an der Baumreihe ist von hier aus nicht wirklich erkennbar, darum sind wir einem anfangs noch sichtbaren Pfad am Waldrand entlang gefolgt. Von hinten erkennt man den Weg dann aber eindeutig, also kann man tatsächlich (wie in der Wanderkarte) direkt an der Baumreihe einbiegen. Die kurze Zeit später folgende Weggabelung gibt es in der Vermessungsamtskarte auch, da hört der linke Pfad aber auf. Theoretisch könnte er direkt zur Amtsknechtsstube führen. Wir sind lieber rechts lang. An dem Felsen im Hintergrund gibt es die erste kleine Höhle und Kraxelmöglichkeit.

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Etwa 250m nach der Gabelung stößt man auf den Norissteig, der in Fischbrunn startet (aber bis hierher keinerlei Attraktionen außer Waldweg bietet). Ab jetzt folgen wir dem grünen Männchen und roten Punkt. Auf dem großen Felshaufen links des Wegs im rechten Foto...

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...kann man sehr schön kraxeln, und zwar schon ein bisschen schwieriger, wenn man den direkten Weg auf den "Gipfel" nimmt :-) 1 Minute später steht man an der Amtsknechtsstube. Zeit, die Klettersteigausrüstung anzulegen, insbesondere die Helme! Umgehen kann man diese Stelle offiziell rechts herum, schöner links herum (das lohnt sich auf jeden Fall mal, um die tollen Felsformationen dort anzuschauen).

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Man steigt nicht in das kleine Höhlenloch, sondern vorher in einen von unten nicht erkennbaren Spalt, in dem Ariane rechts gerade verschwindet.

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Hier wurde es für Florian gleich etwas schwierig, weil das Seil deutlich zu hoch für ihn war, um die angedachten Tritte und den Stahlstift (im rechten Bild) nutzen zu können. Er hat aber etwas weiter oben, teilweise auf dem Seil aufgestützt, einen Weg gefunden.

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"Papa, mach mal ab!" Der letzte muss selbst dran denken, sich vorher auszusichern :-) In der kleinen Höhle (die meinem Helm den ersten Katscher des Tages verpasst hat) war der Boden noch voller Eis.

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Fiese Stelle hinter dem Höhlenausgang :-) Selbst als Erwachsener muss man ein bisschen überlegen, wo man am besten aus dieser "Grube" herauskommt, Florian musste ich hochhieven. Gleich danach geht's fast senkrecht nach oben.

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Die Kletterei hat Florian aber alleine geschafft, wir haben nur beim Umsetzen geholfen und ein bisschen von unten gesichert. Rechts ist Florian schon dort, wo Ariane im linken Bild steht.

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Oben auf dem Felsen biegt man nach rechts und geht dann einfach geradeaus vom Felsen herunter und überquert den Waldweg (pink). Achtung: Der Weg lacht einen von oben so gut erkennbar an, dass man das Gefühl hat, man müsse auf ihm nach links weiter (was Ariane auch zuerst passiert ist :-)). Wenn ich die Karte richtig deute, kommt man vermutlich auf diesem Weg etwas weiter rechts raus, falls man die Amtsknechtsstube rechts umgeht. Der Felsen, den man im rechten Bild links hinten schon sieht (da wo die blaue Linie endet)...

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...ist dieser kleine Durchschlupf, der für Florian nur mit Arianes Hilfe zu erklimmen war.

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Der Ausgang ging auch ohne Ariane :-) Gleich dahinter kommt man zur Grat-Kraxelei. Wer die umgehen will, muss trotzdem erstmal bis zu ihr hochsteigen, sonst verliert man den Weg.

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Hier soll man eigentlich hoch, aber das war uns zu schwierig. Einen Meter weiter rechts gibt es diese Spalte, und man kann entweder darin oder rechts daneben, wo Steffi steht, relativ leicht nach oben. Man erkennt links schon, wie weit man runterfallen kann, darum sollte man diese Grat-Kraxelei äußerst vorsichtig angehen. Es gibt keinerlei Sicherung.

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So sieht das Ganze von oben aus. An dem Baum, wo Ariane rechts gerade ankommt, sind wir dann abgestiegen (geht rechts und links), weil uns der nächste Zacken zu schwierig aussah (siehe nächstes Foto). Man kann dahinter wieder hoch und weiter zum Abstieg, aber der war uns von oben auch zu steil, also sind wir um den Felsen drumherum und nach oben geklettert (ich hoffe, man versteht die blaue Wegführung). Das ist für Kinder die einfachste Variante (außer man geht einfach (rechts!) vorbei :-))

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Dieser zweite Zacken (hinter dem Baum) war uns zu gefährlich, weil er noch schmaler war und man links doch 3 m fast senkrecht runterfallen kann... Rechts die Rückseite des Felsens, wo man eigentlich absteigen soll.

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Aber auch hoch war sie für Florian schon eine echte Herausforderung und er brauchte ein bisschen Hilfestellung. Im Weiteren ist der Weg dann wieder einfach.

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Einmal geht es etwas nah an den Rand und daneben etwa 5-6 m runter. Zur Not kann man das aber auch rechts umgehen. Danach darf man sich nicht vom breiten Waldweg nach rechts ziehen lassen, sondern muss ihn gleich wieder nach links verlassen. Solange man auf die Markierungen achtet, alles kein Problem. Aber manchmal trottet man ja auch gerne einfach dem Weg nach :-)

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Für Kinder geht es am leichtesten durch den linkesten Spalt.

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Auf der nächsten Kuppe darf man sich nicht von diesem nach Pfad aussehenden Einschnitt verleiten lassen (da gerät man ziemlich schnell ins Rutschen). Die Markierungen weisen einen nach rechts...

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...und dann erst nach links runter.

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Der Abstieg ist gar nicht so trivial. Unten angelangt kann man fast schon das Brettl im Hintergrund erahnen. Zum Noristörl folgt man den gewohnten Markierungen nach links.

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Der Kletterfelsen direkt vor dem Noristörl. Hier sollte man erstmal gucken gehen, ob man die Kinder da rauf lassen will. Rechts der Blick von oben. Da hinunterzuklettern, war uns definitiv zu heikel, also sind wir lieber rechts um den Felsen herum direkt zum Noristörl gegangen.

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Auch rauf sieht's nicht wirklich einfach aus :-) Wir hätten es die Kinder mal versuchen lassen, wenn ich oben eine Möglichkeit gefunden hätte, das Nachsicherungsset oder mich selbst irgendwie stabil anzusichern. Aber so ganz ohne Sicherung erschien uns das zu gefährlich, noch dazu, wo es gerade zu regnen anfing. Wer ein bisschen fitter im Klettern ist als wir, kann wohl auch noch auf das Noristörl selbst steigen.

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Weiter geht's mit dem Noristörl im Rücken nach unten und dann rechts. Das hat uns erst ein bisschen verwirrt, weil uns die Lage von Noristörl zu Brettl da noch unklar war.

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Wenn man mit den Kindern das Brettl nicht schafft, kann man hier den Schildern mit der Nummer 2 bis hinter den Sprungstein folgen (oder einfach unterhalb des Felsens langgehen). In jedem Fall lohnt sich aber ein Abstecher zu den beiden kleinen Höhlen, die wir notgedrungen als Schutz vor dem einsetzenden starken Regenschauer aufsuchen mussten. Hier wären wir fast umgekehrt, aber die Kinder wollten unbedingt weiter, also haben wir den Regen abgewartet und dabei was Spannendes gefunden :-) (Foto anklicken)

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Das Brettl

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Der steile Einstieg, wo wir Florian ein bisschen helfen mussten, die richtigen Tritte zu finden.

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Durchgängig gut gesichert, man muss nur einmal das Seil wechseln (ohne Lücke). Das Felsband, auf dem man läuft, wird immer abschüssiger und schmaler, bis man schließlich auf die Stifte muss.

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Die Abstände sind unterschiedlich, zum Teil aber sehr groß.

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Wo, wenn nicht hier......käme man als Kind auf die Idee, seine Rastschlinge zu testen?

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Beim Übergang von Felsband auf Stifte ist das Seil recht hoch, so dass Florian wieder seine "Oberlandsteigtechnik" anwenden musste (an den Ästen des Sets festhalten). Nach den ersten beiden Stiften muss man wieder kurz auf den Felsen, und dann braucht man als Kind mit Florians Größe etwas Mut: Das Drahtseil ist wie gesagt zu hoch, der Felsband bricht ab und der Stift, auf den Florian im rechten Foto als Nächstes muss, ist ziemlich weit weg. Da hab ich ihm beim ersten Versuch die Hand geben müssen. Beim erneuten Hin und Her hat Florian sich dann alleine getraut.

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Der große Tritt-Abstand, wo Ariane vorher die Rastschlinge getestet hat, von der anderen Seite. Hier kommt erschwerend hinzu, dass man vom Fels nach hinten weggedrängt wird. Selbst als Erwachsener ist das beim Umsetzen ein bisschen anstrengend. Ariane ist direkt alleine durch (nächstes Jahr hilft die wahrscheinlich mir!), Florian haben wir an der Hand genommen und die Karabiner für ihn umgesetzt.

Das hat ihn aber gewurmt, dass seine Schwester das mal wieder alles kann und er nicht. Also nochmal alles zurück (darum ist Ariane nun hinter Steffi und Florian). Bei dieser 2. Querung hat Steffi nur noch beim Umsetzen geholfen, gegangen ist Florian die ganze Strecke alleine. Bei der 3. Querung (die Ariane rechts gerade als Letzte beendet), hat Florian dann auch noch selbst umgesetzt, ist das Brettl also ganz ohne Hilfe gegangen.

"Papa, machst Du da noch ein Foto nur mit mir, damit man das auch sieht, dass ich alles alleine kann?" Na klar...

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Ich kann mich an wenige Gelegenheiten erinnern, wo Florian hinterher so stolz war. Er konnte 15 Minuten lang nicht mehr aufhören, davon zu erzählen :-) Der Ausstieg ist übrigens sehr einfach, man kommt leicht von den Stiften auf den Boden, und das Drahtseil geht auch lang genug weiter, bis man sicher steht.

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Nach dem Brettl gibt es auf dem sehr schönen Pfad noch 2 etwas ausgesetzte Stellen, beide drahtseilversichert.

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Dann folgt die erste "Besser ohne Rucksack"-Stelle, rechts von oben. Man muss in dem engen Spalt am rechten unteren Bildrand hoch, und da ist es mit Rucksack fast unmöglich, weil man sich so ein bisschen seitlich reinschieben muss.

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Oben angelangt macht man einen Bogen nach links und erblickt schon den Sprungstein. Wem auch der Normalweg am Sprungstein vorbei zu schwierig ist (s.u.) kann hier rechts runtersteigen. Ist aber auch etwas rutschig.

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Links der Normalweg (ziemlich steiler Abstieg), rechts der Sprung. Der gegenüberliegende "Landeplatz" liegt etwas höher und hat nur ein kleines Podest, das zudem mit etwas Gras bewachsen ist. Hin soll man wohl eher nicht springen, sondern einen großen Schritt machen, zurück dann springen. Beides erschien uns auch für Erwachsene eine ziemlich heikle Vorstellung...

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Vor allem, wenn man überlegt, worauf man im Zweifel weiter unten landet. Also haben wir auf den Sprungstein lieber verzichtet. Wenn man beim Runtersteigen in den Wald an der richtigen Stelle nochmal links hoch schaut (nach dem rechten Foto), weiß man auch, von welcher Insel der Sprungstein gestohlen wurde :-)

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Kurz nach dem Abstieg vom Sprungstein stößt man auf einen deutlichen Weg, der im linken Foto im Hintergrund schon erkennbar ist. Irgendwie hier muss von links der Umgehungsweg des Brettls kommen, mit dem vielen Laub war das aber nicht klar erkennbar. Die "2" tauchte jedenfalls im Folgenden dann wieder auf.

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Bis zum Franke-Kamin geht es jetzt ganz entspannt ca. 20 Minuten auf erholsamen Waldwegen entlang.

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Nur einmal muss man aufpassen, dass man nicht einfach weitertrottet, sondern den kleinen Pfeil am grünen Schild erkennt!

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Wer die Nase voll hat, kann auch hier rechts dem Weg Nr. 3 folgen, der im Bogen über einen breiten Fahrweg zurückführt. Die Markierungen und Weg Nr. 2 leiten aber nach links, und 200 m weiter erreicht man den Franke-Kamin. Falls die Kinder hier rumlaufen, muss man vor allem links vom Kamin aufpassen, weil die Abbruchkante nicht so gut erkennbar ist.

Der Weg Nr. 2 biegt jetzt hier nach rechts ab und führt entlang der Kante um den Kamin herum. Auf dem Weg haben wir die Kinder nach unten gebracht (s.u.).

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Und hier die große Überraschung: Ein Drahtseil??? Wo doch jede Beschreibung extra darauf hingewiesen hat, dass es im Franke-Kamin gerade keins gibt? Inzwischen wissen wir ja, wo's herkommt (s.o.). Es war jedenfalls schon beim kleinen Abstieg zum Kamin sehr hilfreich. Allerdings war es furchtbar klebrig, da ja fast noch fabrikneu. Da ich als einziger keine Handschuhe an hatte, musste ich hinterher meine Hände kräftig mit Erde auf einem Felsen abrubbeln.

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Der "Abstieg zum Einstieg" von unten. Der kleine Platz neben dem Einstieg ist zum Ablegen praktisch, aber Vorsicht: es geht an den Seiten wirklich senkrecht runter!

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Zum Testen nimmt man immer erstmal 'nen Erwachsenen ;-) Steffi war danach der Meinung, dass es für die Kinder runter vermutlich zu schwer sei.

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Also hab ich sie erstmal nach unten gebracht. Der Weg verläuft erst parallel zur Kante, und wenn die ein bisschen nach rechts abbiegt, muss man sich links halten und schließlich über diesen kleinen Rücken im rechten Foto runtersteigen. Solange man immer auf die "2"-Schilder achtet, kann nichts schiefgehen. Nach dem Rücken einfach am Fels entlang zurück zum Kamin.

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Für Ariane war der Aufstieg problemlos und so ist sie auch direkt wieder runtergestiegen. Das war so herum nicht schwierig, weil sie die richtigen Trittstellen vom Aufstieg her wusste. Florian musste schon mehr kämpfen, da die "Erbauer" andere Beinlängen im Sinn hatten. Wegen der Nachsicherung durften beide Kinder das KS-Set ablegen, damit möglichst wenig beim Klettern stört.

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Das Seil war nicht nur zum Festhalten, sondern an den Ankern auch als Tritthilfe praktisch. Hier rechts ist nochmal eine etwas heikle Stelle, da hat Florian lange gesucht und sich hin und her gedreht, bis er eine Aufstiegsmöglichkeit gefunden hatte.

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Danach geht's dann wieder einfacher. Rechts stehe ich beim Abstieg in der Mitte des Kamins, wo es kurzzeitig flach ist. Man erkennt, wie groß die Abstände der Klammern sind. Für Erwachsene allerdings gar kein Problem.

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Unterhalb des flacheren Abschnitts, etwa von dort aufgenommen, wo ich rechts gerade runterklettere.

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Der Franke-Kamin. Links hängt eine Spendenbox, in die wir vor allem aus Dankbarkeit für das hilfreiche Drahtseil direkt was eingeworfen haben (auch wenn es vermutlich Puristen geben wird, die über die Entschärfung durch das Seil schimpfen werden...).

Nach einem kleinen Durchschlupf am Felsbrocken in der Mitte des rechten Fotos geht es in gerade Linie direkt auf die Mittelbergwand zu. Ungefähr bei der hellgrünen Wiese, die am rechten Rand im Hintergrund durchschimmert, ist übrigens der Parkplatz.

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Der breite Fahrweg im Vordergrund ist derselbe, auf dem wir auf dem Hinweg kurz gelaufen sind, bevor wir an der Baumreihe rechts in das Feld eingebogen sind. Hier kann man also nachher auch zurückgehen, wir haben aber den kleineren Weg im Hintergrund gewählt.

Während wir bisher so gut wie alleine unterwegs waren, herrschte an der Mittelbergwand reger Klettertrubel. Wir waren allerdings die einzigen, die den Steig hinauf wollten.

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Dieser Einstiegsspalt in die Mittelbergwand ist vielleicht die schwerste Stelle auf dem ganzen Norissteig, denn auch als Erwachsener muss man erstmal einen Weg durch den engen Spalt finden, bis man die einzige Klammer und das noch höher hängende Seil erreicht (im linken Foto verborgen). Um sich beweglich genug mit Händen und Füßen rechts und links in den Fels stemmen zu können, sollte man den Rucksack besser ausziehen. Da man am Rückweg hier vorbeikommt, kann man ihn auch unten liegen lassen.

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Man kann oben wunderbar stehen und das Set einhängen, also haben wir die Kinder nachgesichert. Wichtig: Anders als beim Franke-Kamin, wo die Kinder nur mit der Nachsicherung durchgestiegen sind, muss hier das KS-Set unten schon eingebunden werden, damit man sich oben direkt einklinken kann! Da geht's nämlich direkt ausgesetzt an der Felswand weiter!

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Wenn man es schafft, mit der Hand an die Klammer zu kommen, kann man sich hochziehen und kommt dann mit der anderen Hand ans Seil. Danach mit dem Fuß auf die Klammer, und dann geht es mit Drahtseilhilfe und an den Felsstrukturen deutlich einfacher.

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Steffi hat Florian ein bisschen von unten abgesichert und Tritte empfohlen, klettern konnte Florian dann aber alleine. Die Rucksäcke hatte ich als erstes hochgezogen, damit alle unbeschwert klettern können. Wir waren uns noch nicht über den Rückweg im Klaren, sonst hätten wir sie unten gelassen. Das schwierigste Manöver war dann, die Kinder an mir und den Rucksäcken vorbei zu schleusen. Aber wie man richtig aneinander vorbeikommt, hatten wir ja im Click-and-Climb-Kurs gelernt. Dort, wo das Drahtseil hinter der Ecke verschwindet, wird es übrigens flach und da konnten die Kinder problemlos auf uns warten.

Hier mussten wir übrigens eine Kletterroute queren (das Seil, das dort hängt). Es waren gerade alle unten, so dass keine Gefahr bestand, dass uns einer bei Sturz auf den Kopf fällt. Trotzdem haben wir die Querung nach unten mitgeteilt, als Warnung vor Steinschlag und damit die nicht gerade das Seil durchziehen.

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Nach der kurzen flachen Stelle, geht's gleich steil weiter über diesen Felsbrocken. Mit nur einem Trittstift wieder was für große Leute. Ariane hat's gerade so geschafft, indem sie dann den rechten Fuß in die Spalte geklemmt und sich mit der rechten Hand am Seil weitergezogen hat, bis sie den Stift oben zum Festhalten erreicht hat.

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Florian musste ich von oben an der Hand hochziehen. Der nächste Felsen im rechten Bild ist ein bisschen gestuft, den hat er alleine geschafft.

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Nach diesem Felsen hat man das erste Mal ein kleine Aussicht auf die Fischweiher. Unser Auto verbirgt sich nur knapp hinter dem Felsen. Nach einer letzten kleinen Kurve...

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...sieht man das Gipfelkreuz. Einmal noch kraxeln, dann ist man oben.

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Solange man nicht durch die Drahtseilgeländer steigt, ist es am Gipfelkreuz ungefährlich.

Über den vorgesehenen Rückweg waren wir uns jetzt nicht ganz im Klaren, da die Markierungen verschwunden waren. Es geht erst direkt über den Grat (mit genügend Abstand zu den steilen Kletter-Felswänden)...

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...dann kurz hinüber auf die rechte Seite und leicht links in den Wald hinein. Man kann dort dem Weg Nr. 3 folgen und hinunter nach Hirschbach bzw. vorher zur Straße steigen. Laut Karte könnte es auch einen Abstecher zu unserem Parkplatz geben, aber der Weg ist nur halb eingezeichnet. So licht und wenig steil wie der Wald aussah, kann man vermutlich auch einfach den Hang hinuntersteigen, aber wir wollten da nicht mehr experimentieren. Also sind wir im Wald oben geblieben und weiter über einen unmarkierten Weg geradeaus...

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...in Richtung des Schuppens, den man schon durch die Bäume erkennt, sobald man vom Grat in den Wald gekommen ist. Beim Schuppen trifft man auf einen Fahrweg, dem man nach rechts folgt. Im Bogen geht es dann um die Mittelbergwand herum...

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...und unter ihr vorbei entweder auf dem Fahrweg oder dem kleinen Pfad hinunter ins Tal. Wer wie wir den Pfad wählt, muss bei der nächsten Gabelung nach links...

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...und trifft bald den Fahrweg wieder. Entweder links kurz nach oben und dann über den Trampelpfad vom Hinweg zurück, oder rechts und dann kurz vor der Straße wieder links und parallel zur Straße zurück zum Parkplatz (unsere Variante).

Gegessen haben wir in Eschenbach im Gasthof "Goldener Engel" (siehe Google Map), auf den wir schon bei der Anfahrt mit einem Schild "mit eigener Metzgerei" hingewiesen wurden. Sowas ist immer gut! Das Gasthof ist ziemlich schlicht, sieht von außen etwas heruntergekommen aus und die Karte ist abends noch kleiner als mittags (und alle Kalbgerichte waren auch noch gestrichen, weil vermutlich gerade kein Kalb geschlachtet war). Aber dafür ist die Metzgerei nur eine Flurbreite von der Gaststube entfernt und so war das Fleisch (das hörbar nach der Bestellung rechts des Flurs geklopft wurde) richtig lecker. Vor allem das panierte Schnitzel haben wir noch nie in einem Restaurant so dick und saftig bekommen, das sollte man sich nicht entgehen lassen! Außerdem gibt's Currywurst, was wollen Kinderherzen mehr ;-) Ebenfalls sehr zu empfehlen ist der hausgemachte Kuchen zum Nachtisch!

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Frank Steiner (Email)

Last modified: Fri Jun 19 09:31:57 CEST 2015

Gefahrenhinweis/Haftungsausschluss: Bei vielen der vorgestellten Wanderungen gibt es durchaus ausgesetzte und gefährliche Stellen. Die Wege sind teilweise in schlechtem Zustand, und die Gefahr eines Absturzes besteht bei schmalen Pfaden am Hang immer. Typische Gefahren wie Steinschlag oder schlechtes Wetter sind zudem in den Bergen jederzeit vorhanden. Wir bemühen uns, in der Darstellung jeder Wanderung zu vermitteln, wie anstrengend und gefährlich sie aus unserer persönlichen Sicht war und wie gut unsere Kinder damit zurecht gekommen sind.

Trotzdem übernehmen wir natürlich für keine der vorgestellten Wanderungen eine Garantie für die Richtigkeit der Darstellung, für die Ungefährlichkeit oder die Eignung für andere Kinder als unsere eigenen. Jeder wandert auf eigene Gefahr und auf eigene Verantwortung und muss vor Ort selbst entscheiden, ob die vorgestellten Routen gefahrlos zu begehen sind oder nicht. Die Verwendung der Informationen dieser Webseite erfolgt auf eigenes Risiko. Für Unfälle, welche eventuell auf unsere Informationen zurück zu führen wären, wird nicht gehaftet.

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