Bergwandern mit Kindern im Estergebirge: Archtallaine

wir
Archtallaine
September 2014
Ausgangspunkt: Kostenlose Stellplätze kurz vor dem Sportgelände am südlichen Ortsrand von Eschenlohe, ca. 50 Minuten Autofahrt vom Südwesten Münchens.
Wanderkarte des Bayerischen Vermessungsamts mit Wegverlauf.
Google-Map Die Karten für Mineckergrat und Zundereck können eingeblendet werden.
KML-File
Der Streckenverlauf und die Positionsmarken sind freihändig eingezeichnet. Mit Hilfe von Karten und der Fotos versuche ich aber, den Weg so genau wie möglich nachzuvollziehen, so dass die Längenangaben im Großen und Ganzen stimmen sollten.
Länge:6 km mit 400 hm (inkl. Wasserfallabstecher)
Unsere Zeit: 7½ Stunden, wobei die reine Wanderzeit inkl. aller Pausen etwa bei 5 bis 5½ Stunden liegt, d.h. wir haben 2-2½ Stunden nur mit Spielen und Herumkraxeln an den verschiedenen Bachstellen verbracht. 1-2 Stunden mehr zum Bauen von Staudämmen, Ausprobieren weiterer Wasserrutschen oder Erkunden der ausgelassenen Bacharme wären auch kein Problem gewesen, dafür wurde es aber Ende September zu früh dunkel. Wer bei heißem Badewetter hierher geht, sollte auf jeden Fall 2 Stunden mehr einplanen oder bei Zeitknappheit z.B. den Wasserfall-Abstecher weglassen oder einfach wieder durch das Bachbett zurückgehen.
Die Etappen zur besseren Einschätzung (ohne Spielzeiten und ohne Pausenzeiten zwischen den Etappen):
  • Zustieg ins Bachbett: 35 Minuten
  • Über die ausgesetzte Stelle wieder bis ins Bachbett: 25 Minuten
  • Über die Mauer mit der Leiter zum Wasserfall: 10 Minuten
  • Vom Wasserfall durchs Bachbett bis zur oberen Mauer: 15 Minuten
  • Weiter bis zum Abzweig zum Wasserfall: 30 Minuten
  • Abstecher zum Wasserfall (hin und zurück): 20 Minuten
  • Aufstieg zur Hütte: 25 Minuten
  • Rückweg bis zum Abzweig Richtung Zundereck (inkl. kurzer Pausen): 50 Minuten
  • Abstieg bis zum Parkplatz (über Pfade, Straße gut 10 Minuten mehr): 50 Minuten
Alter unserer Kinder: Florian war 9½
Schwierigkeit: Für Erwachsene eine nette kleine Wanderung für kurze Tage, aber wer mit Kindern unterwegs ist, sollte diese Tour nicht aufgrund der geringen Höhe und Länge unterschätzen (siehe auch Hinweise zur Zeit oben)!
Im Bachbett findet man zwar einen fast völlig ungefährlicher Abenteuerspielplatz vor (solange man nicht den Wasserfall oder eine Staumauer runterfällt), aber für die stark ausgesetzte Stelle bei Umgehung der ersten Mauer muss man schon absolut trittsicher und schwindelfrei sein. Es kann zudem passieren, dass man gleich dahinter im Bachbett nicht weiterkommt und umkehren muss. Der Rückweg von der Hütte ist für geübte Kinder zwar normalerweise kein Problem, aber wenn die Beine durch das stundenlange Herumkraxeln und Spielen im Bach schon etwas müde sind, kann man ja leichter mal stolpern. Und ein paar Stellen gibt es hier auch, an denen man auf gar keinen Fall vom Pfad abrutschen darf. Man muss also auch für den Rückweg noch ausreichend Zeitreserven für Erholungspausen einplanen.
Der Aufstieg zum Bachbett (sofern man nicht die Variante über den Fahrweg wählt) erfolgt zunächst über einen kleinen Pfad, der auf zwei kurzen Abschnitten und so steil ist, dass man an heißen Tagen schon gleich ins Schnaufen kommt. Die kleine abgerutschte Rinne direkt nach Verlassen des Fahrwegs (auf den man nur 10 Meter zurücklegen muss), kann zur Not durch den Wald umgangen werden, wenn sie mal zu schwierig werden sollte. Bevor man den Bach erreicht, erkennt man gleich den Charakter des folgenden Wegs an einer Balkenbrücke: immer wieder weggespült, aber immer wieder angelegt. Und auch wenn es nicht einfach ist, man kommt doch immer durch.
Im Bachbett kann man schon ein gleich ein bisschen die Stufen nach unten erkunden, aber eigentlich führt der Pfad gleich wieder hinaus. Er ist unten sehr verwachsen und in schlechtem Zustand, eine leicht abgerutschte Stelle muss mit Hilfe eines etwas windig wirkenden Drahtseils passiert werden. Für große Leute kein Problem, Kinder brauchen hier ein bisschen Hilfestellung. Danach wird der Pfad immer besser und man erreicht schnell die ausgesetzte Stelle. Wenn man dort runterfällt, ist man mit hoher Wahrscheinlichkeit tot, und es wirkt dort auch genauso gefährlich. Allerdings ist der Pfad hier ziemlich gut, und ohne den Abgrund daneben käme man gar nicht auf die Idee, dass man hier stolpern könnte.
Die ersten 3-4 Meter sind die schlimmsten, weil es dort am schmalsten ist und man direkt runterschaut. Aber der Pfad selbst ist dort weder rutschig noch abschüssig (bei Nässe oder im Winter, wenn abgestorbenes Gras auf dem Weg liegt, sollte man aber sehr vorsichtig sein!) und man kann sich außerdem noch mit der linken Hand im langen Gras festhalten. Und danach sitzt der Pfad so richtig "satt" im Hang, absolut gerade, breit genug, keine Stolperstellen, und obwohl es nur 30 cm weiter fast senkrecht runtergeht und man den Pfad manchmal durch das hohe Gras gar nicht richtig sieht, läuft es sich wirklich hervorragend. Wer nicht rumkaspert oder sich durch den Einsatz von Wanderstöcken selbst behindert, sollte hier keine Probleme haben. Florian hab ich zur Sicherheit an die Hand genommen, aber das war eigentlich unnötig. Wenn man allerdings unter Schwindel oder Höhenangst leidet, ist diese Stelle möglicherweise sehr unangenehm, weil keinerlei Vorbau den Blick nach unten abschirmt. Im hinteren Teil der ausgesetzten Passage wird der Pfad schmaler und steiniger, aber hier gibt es ein stabiles Drahtseil, das Kinder am besten mit beiden Händen packen, da man ziemlich oft umgreifen muss.
Wer diese Stelle geschafft hat, kann sich beruhigen: Das war mit Abstand das Schwierigste. Man erreicht das breite Bachbett mit dem vielen Schotter und dort kann es passieren, dass man an der kleinen Staumauer nicht weiter kommt und umkehren muss, wenn die Leiter mal gänzlich zerstört sein sollte und man sich auch mit Hilfe der herumliegenden Felsbrocken keine Rampe bauen kann. Wenn man die Mauer überwindet, geht es ohne Schwierigkeiten zum Doppelwasserfall, der auf einem einfachen Waldpfad umgangen wird. Oberhalb folgt der lange Spielabschnitt mit unzähligen Gumpen und kleinen Wasserrutschen, danach wird hinter der letzten Geschiebebremse das Laufen im stellenweise rutschigen Schotter evtl. ein bisschen anstrengend. Beim Umgehen der obersten Wasserfallstufe kommt der Pfad manchmal ein bisschen nah an den Rand heran, das kann aber alles durch Ausweichen in den Wald umgangen werden.
Wie viel man dann noch im Bach spielt oder ob man den nicht ganz einfachen Abstecher zum Wasserfall unternimmt, kann man je nach Lust und Kräften entscheiden. Wer genug hat, erreicht über teils sehr schwache Pfadspuren, aber trotzdem sehr unschwierig in wenigen Minuten die Hütte, wo man sich schön hinsetzen und ausruhen kann, und folgt ab dort zumindest eindeutig vorhandenen Pfaden. Ganz trivial ist der Rückweg allerdings auch nicht. Es gibt einige wenige Stellen, wo man weit genug abstürzen kann, um sich zumindest sehr schwer zu verletzen, aber auch sonst ist der Hang in einigen Abschnitt ziemlich steil. Der Pfad ist aber gerade dort, wo es gefährlich ist, immer gut ausgeprägt (vielleicht mit Ausnahme der kleinen Balkenbrücke) und es gibt auch immer wieder lange ungefährliche Passagen, wo man sich entspannen oder ungefährdet ausruhen kann. Wenn man also konzentriert geht und die Kinder an den entsprechenden Stellen drauf hinweist oder an der Hand nimmt, ist der Rückweg kein Problem. Aber er ist eben auch nichts zum Herumrennen oder Hans-guck-in-die-Luft spielen geeignet. Wenn die Kinder vom Spielen und Kraxeln müde sind, sollte man in jedem Fall immer wieder kleine Pausen einlegen.
Sobald man auf den Abzweig zum Zundereck getroffen ist, wird es deutlich einfacher und ungefährlicher. Es geht nur noch hinunter und bald ist der Fahrweg erreicht. Dem kann man bequem bis zum Sportplatz folgen, aber das zieht sich ziemlich. Florian wollte darum lieber wieder den steilen Pfad vom Hinweg hinunter, und das ging erstaunlich gut.
Verbindung Hütte - Mineckerwiese
Der Pfad, der von der Mineckerhütte nach Osten wegführt, ist stellenweise ziemlich gefährlich, da er im felsigen Bereich abgerutscht ist. Ich würde ihn mit meinen Kindern nicht begehen, aber vielleicht komme ich nächstes Jahr mal dazu, ein Drahtseil an die 2 schwierigen Stellen zu schrauben. Es ist nämlich ein wirklich schöner Pfad mit tollem Blick ins Archtal. Oberhalb des Wasserfalls, den Florian und ich von unten her besucht haben, kann man entweder zur Mineckerwiese oder zum Mineckergrat aufsteigen. Fotos von diesen Abschnitten sind auf dieser Webseite zu finden, die ich damals für mich selbst als "Notizversion" angelegt habe. Sie dementsprechend rudimentär.
Bitte beachtet die Gefahrenhinweise.
Attraktivität: Auch für Erwachsene, die nicht am Wasser spielen wollen, ist das eine wirklich wunderschöne Wanderung! Die Ausblicke ins Archtal und hinauf zum Kreuzturm und Zwölferköpfl, der Pfad, der sich geschickt an allen nur per Canyoning passierbaren Stufen vorbeischlängelt, der schöne Wald im Wechsel mit den hochaufragenden Felsen... klasse! Als ich bei der Erkundung frühmorgens noch ohne Sonne in dem engen Einschnitt bei der Leiter in völliger Stille stand (das Wasser fließt hier unterirdisch), hatte das schon etwas irgendwie "Magisches". Mit Sicherheit auch eine traumhafte Unternehmung für trübe Tage mit Nebel oder tief hängenden Wolken, wenn man das Bedürfnis nach Ruhe und Einsamkeit hat.
Kinder haben natürlich weniger den Blick für die Naturschönheiten, die sehen hier vor allem einen einmalig tollen Wasser- und Abenteuerspielplatz! Bei heißem Wetter kann man hier sicherlich den gesamten Tag in Badesachen verbringen, aber selbst bei unserem zu kühlen Wetter musste ich Florian irgendwann mit Gewalt weitertreiben, denn selbst sein winziges Plastikbötchen reichte, um jede noch so kleine Wasserrutsche und jeden Gumpen zu bespielen. Dazu das Herumklettern am Doppelwasserfall, der kraxelige Zustiegsversuch zum oberen Wasserfall, das "Lawinen lostreten" im Schotter des oberen Abschnitts: es war für Florian ein Tag absolut nach seinem Geschmack! Auch als wir 3 Wochen später nochmal mit gemeinsam mit Ariane da waren, hat eine Stunde Spielzeit im Bereich oberhalb des Doppelwasserfalls nicht ausgereicht :-)
Der Zustieg mit der ausgesetzten Passage und der kleinen Seilstelle davor ist natürlich nicht ganz einfach, da gibt es deutlich leichter erreichbare Wasserspielplätze am Stuibenfall, Jochberg, Lahnerkopf, Fischbachl oder den Kuhfluchtfällen (Siebenhütten mutet sich ja nur zu, wer ganz ganz viel Gesellschaft braucht ;-)). Aber hier ist es definitiv am schönsten und vor allem spannendsten, und wessen Kinder bergerfahren genug sind, dass man sich mit ihnen beim Zustieg und Rückweg nicht in Gefahr begibt, der wird hier mit Sicherheit einen unvergesslich schönen Tag erleben!
Da man nicht einfach nur die ganze Zeit am Wasser spielt, sondern zwischendrin auch immer mal wieder durch den Wald läuft oder ein bisschen an den Felsen herumklettern kann, wird es auch nie langweilig. Florian und ich hätten noch problemlos 3-4 Stunden mehr Zeit hier verbringen können, es gab genügend Abschnitte, die wir überhaupt nicht erkundet oder "bespielt" haben! Konfliktpotential besteht für diese Wanderung allerdings beim Packen, denn was Florian schon für den nächsten Sommer an Booten und Schnorchel etc. geplant hat, wird nicht in die Rucksäcke passen :-)
Der abschließende Aufstieg zur Hütte und vor allem der Rückweg sind ebenfalls wunderschön und ergeben ein "rundes" Gesamtpaket, bei dem die Mischung aus Spielen, Kraxeln und Wandern genau stimmt! Der Pfad durchquert nochmal die Archtallaine und schlängelt sich dann an Felsen entlang hinein in eine abwechslungsreiche Waldlandschaft, die immer wieder kleine "Aussichtsfenster" in Richtung Mineckergrat bietet. Und ein paar spannende Stellen wie die große Schuttrinne oder die verfallenen Holzleitern sorgen zudem dafür, dass einem der Wald nicht zu langweilig wird.
Insgesamt war es für Florian und mich ein absolut toller, aufregender, spannender und schöner Tag! Hier waren wir mit Sicherheit nicht zum letzten Mal!
Sonstiges:
  • Damit man im Bachbett alle Zu- und Ausstiege sowie die Umgehungen von schwierigen Pfadstellen findet, gibt es eine Wegbeschreibung zum Ausdrucken. Dort ist allerdings nur die Wanderung mit Florian beschrieben! Wer entlang der Archtallaine absteigen will, z.B. nach dem Kistenkar, oder Informationen zum Pfad östlich der Hütte sucht, muss sich die Informationen von der Webseite ausdrucken.
  • Wer Badesachen mitnimmt, sollte einen sehr heißen Tag wählen, denn das Wasser ist eiskalt! Allerdings kann man auch kühleren Tag ohne Baden problemlos stundenlang im Bach spielen. Kleine und große Bötchen und ein paar Playmobilfiguren sind hier perfekt geeignet.
  • Man sollte mit Kindern nicht unbedingt zum Spielen herkommen, wenn es in den Wochen vorher auffällig trocken war. Ende September mit Florian hatten wir viel Wasser, die 2½ Wochen vor dem zweiten Besuch mit Ariane Mitte Oktober waren aber knochentrocken, und so war der Doppelwasserfall völlig versiegt! Wem das passiert, der geht gleich weiter, denn kurz vor der obersten Staumauer floss noch genug Wasser zum Spielen, genauso wie im Bachbett unterhalb sowie hinter der Hütte.
  • Alles, was man an Bade- oder Spielsachen mitschleppt, muss in die Rucksäcke, damit man an der ausgesetzten Stelle die Hände zum Festhalten frei hat und nicht irgendwo mit einer Tasche hängenbleibt!
  • Bei oder unmittelbar nach Regen würde ich mich nicht in ausgesetzte Stelle trauen, weil das hohe Gras teilweise auf dem Weg liegt und es bei Nässe gefährlich rutschig sein könnte.
  • Man sollte auch bei relativ warmem Wetter zumindest eine dünne, etwas winddichte Jacke dabeihaben. Denn in dem engen Einschnitt bei der Staumauer mit der Leiter kann der Wind ganz schön durchpfeifen, selbst wenn an allen anderen Stellen fast nichts davon zu spüren ist.
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Nach dieser Tour habe ich Florian offiziell zum "Experten des Archtals" ernannt, auch wenn er selbst der Meinung ist, dass ihm dazu noch der Archtalkopf und die Hohe Kisten über den Martinisteig fehlen ;-) Ich bin mir nämlich ziemlich sicher, dass es nicht so viele Leute gibt, die neben dem bekannteren Zundereck auch noch den weglosen Mineckergrat und den "Canyoning-Umgehungspfad" entlang der Archtallaine absolviert haben (wobei der Pfad vermutlich eher als Wartungszugang zu den Staumauern dient). Die beiden sind nämlich so unbekannt, dass ich bei der Vorbereitung zum Mineckergrat gar keine und zur Archtallaine nur einen kurzen Bericht von Frank gefunden hatte, der mir dann auch noch eine hilfreiche Skizze zum Pfadverlauf zeichnete. Ein ganz herzlicher Dank geht auch an "Canyonwolf" Wolfgang Streicher, auf den ich durch seine Google-Earth-Fotos von 1998 aus der Archtallaine gestoßen war. Zwar konnte er sich an die Tour von vor 16 Jahren nicht mehr so genau erinnern, aber er brach gleich am nächsten Wochenende nochmal in die Archtallaine auf und machte überall dort Fotos, wo er beim Canyoning den Umgehungspfad entdeckte. Damit war es dann überhaupt kein Problem mehr, den Weg zu finden!

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Los geht's wie schon zum Zundereck auf dem kostenlosen Parkplatz bei den Sportanlagen in Eschenlohe. Diesmal haben wir aber einen anderen Zustieg probiert, da der Abstecher zum untersten Wasserfall bei dem heutigen Programm nicht notwendig war ;-) Noch direkter wäre unser Rückweg gewesen, für den man am nördlichen Ende des Fußballfeldes abbiegen muss (siehe PDF-Beschreibung), wir sind erst am südlichen abgezweigt, da nur dieser Pfad in der Karte eingezeichnet war.

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Es geht gemütlich durch den Wald...

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...und so spart man sich den kurzen, aber steilen und rutschigen Zustieg vom Bachbett aus. Dort wo er hinaufkommt, gibt es noch eine nicht verzeichnete, aber eindeutige Gasse zwischen den dichten Bäumen, die wir am Rückweg ausprobiert haben. Der verwachsene Weg sah noch genauso aus wie vor einem Jahr und hat genauso viel Spaß gemacht.

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Hinauf zum Fahrweg, auf dem man auch zurückgehen (oder langweilig zusteigen) kann, war es allerdings noch ein bisschen rutschiger als 2013. Wir kamen aber gut hinauf, zur Not kann man nach rechts oder links ins Gras ausweichen und hochkraxeln.

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Nach nur 10 Metern auf dem Fahrweg (da kann sich nun wirklich kein Kind beschweren ;-)) geht es gleich wieder links ab. Der Hangrutsch lässt sich ziemlich gut durchqueren, da das Material weich ist und man die Trittspur im Zweifel selbst noch ein bisschen in den Hang treten kann. Wem das aber zu heikel ist, der kann die Stelle auch oben durch den Wald umgehen.

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Man hat von hier aus einen sehr schönen Blick auf die untersten Felsabbrüche des Mineckergrats und erkennt tatsächlich den kurzen Pfad, der nach dem Fahrweg hinein in den Hang zum weglosen Aufstieg führt. Zu dem Wasserfall kommt man leider als Nicht-Kletterer nicht hin. Man kann ihn schön sehen, wenn man vorsichtig ein paar Meter hinabsteigt, unmittelbar bevor...

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...man über diese "Brücke" muss. Was so ein winziges Rinnsal anrichten kann :-) Ganz am Rand kommt man aber zumindest im Moment noch sicher vorbei.

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30 Meter vor Erreichen des Bachbetts kann man hier links nicht ganz einfach hinunterkraxeln und einen weiteren kleinen Wasserfall bewundern. Zu ihm hinabzusteigen, sah uns aber zu rutschig aus, aber auch so hat man schon mal einen schönen Blick flussabwärts. Wenn man es schafft, zum Wasser hinunterzusteigen, könnte man vor bis zu dem Wasserfall gehen, den man von oben gesehen hat.

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Die unterste, als einzige nicht aus Steinen gebaute Geschiebesperre ist schon ziemlich beeindruckend. Man sieht, wie tief das Wasser in den Schutt einsickert, denn der Einschnitt oberhalb ist bis zum Rand der Sperre gefüllt. Wenn man nicht wüsste, dass es hier einen Pfad hinaus gibt, würde man ihn nicht erkennen.

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Ziemlich kraxelig, aber gut zu gehen. Oben ist der Pfad gut ausgeprägt, so dass keine Abrutschgefahr besteht, bis man...

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...zu dieser Stelle kommt. Das dünne, aber sehr fest verankerte Drahtseil versteckt sich ein bisschen unter dem Gras. Als Erwachsener ist es am leichtesten, ein bisschen hinunter zu steigen, auf der kleinen Stufe entlangzugehen und am Ende wieder hochzusteigen. Man kommt dabei noch gut ans Seil. Florian war dazu allerdings zu klein, also ist er auf Reibung geklettert, was er auf den Klettersteigen ja zur Genüge geübt hatte. Ich hab vorher von unten getestet, dass das Seil mein Gewicht hält. Man kann aber auch gut die Kinder an der Hand nehmen und sie über die Stufe führen, während man sich selbst mit der anderen Hand festhält.

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Das Seil endet ein klein wenig zu früh, darum musste Florian sich von seiner türkisen "Kletterspur" am Ende doch noch mit meiner Hilfe hinunter auf die Stufe lassen. Das geht da aber gut und man steht dort schon sehr sicher. Danach geht es noch kurz hinauf, dann wird der Weg erstmal etwas einfacher.

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Wenn man den etwas lichteren Grashang erreicht und es nach oben geht, muss man ein bisschen acht geben, denn es fällt stellenweise neben dem Pfad recht steil ab. Der Pfad ist hier aber sehr gut, so dass keine Gefahr besteht, wenn man auf ihm bleibt. Im Abstieg könnte es hier manchmal etwas rutschig sein, da viel abgestorbenes Gras auf dem Weg lag.

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Den kleinen Abzweig geradeaus in der ersten scharfen Linkskurve sollte man sich mit Kindern gut überlegen, ich hab ihn mit Florian nicht gemacht. Es ist an 2-3 Stellen schwierig zu gehen, weil einen der Fels etwas wegdrängt oder es unmittelbar neben dem Pfad senkrecht abbricht. Da musste ich selbst ein bisschen achtgeben. Wenn, dann würde ich die Rucksäcke da lassen und die Kinder an der Hand nehmen. Lohnen tut sich der Abstecher, denn die große Staumauer ist von unten sehr beeindruckend! Wenn man sich anschaut, wie da die Steine exakt ineinander passen...

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Auch im hohen Gras ist der Pfad immer gut zu erkennen und einfach zu laufen. Wenn man an den Baum rechts kommt (der letzte Schatten-Rastplatz vor der ausgesetzten Stelle), sollte man die Stöcke einpacken, da sie im Folgenden behindern würden, dafür aber den Fotoapparat zücken :-)

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Für mich ist das hier der schönste Blick im Archtal! Leider hat man ihn so nur bei bedecktem Wetter, oder wenn man früh unterwegs ist (hier: 7:45 Uhr Mitte Juli) und die Sonne noch nicht herumgekommen ist. Dann hat diese Stelle eine sehr beeindruckende, fast schon etwas verwunschene Stimmung. Hinten erkennt man die Leiter an der kleinen Mauer.

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Die unmittelbar folgende ausgesetzte Passage ist nur ganz am Anfang an dieser Stelle etwas unangenehm, weil der Pfad durch den kleinen Felsen nach außen "geschoben" wird. Außerdem führt der Pfad leicht hinunter und da muss man aufpassen, dass es auf dem welken Gras nicht rutschig ist (bei uns war das kein Problem, bei Nässe könnte es gefährlich sein). Ich habe Florian zur Sicherheit an die Hand genommen, aber es ging wie schon bei meinem ersten Besuch wirklich problemlos. Mit der linken Hand ins Gras krallen würde ich mich an der Stelle mit dem Stein übrigens lieber nicht, denn dann steht man ziemlich schräg und das ist gefährlicher, als wenn man aufrecht geht. Steffi empfand den gesamten Abschnitt übrigens gar nicht als so unangenehm wie ich befürchtet hatte.

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Im Rückblick sieht man, dass der Pfad unmittelbar nach dem kleinen Felsen flacher wird. Man kann es natürlich auf den Fotos nicht erkennen, sondern muss es mir glauben: Der Pfad sitzt jetzt irgendwie richtig "satt" im Hang, ich weiß nicht wie ich das Gefühl besser beschreiben kann. Er bildet eine kleine Vertiefung, d.h. zum Abgrund geht es noch mal ein paar cm hoch, und da wächst das Gras so dicht und hoch, dass man sich auch sicherer fühlt. Natürlich stürzt man einen halben Meter weiter immer noch sofort ab, aber man fühlt sich nicht nur besser als an der Stelle mit dem kleinen Felsen, es läuft sich auch wirklich ganz hervorragend. Es gibt keine Stolper- oder Ausrutschstellen. Selbst an der Felswand im rechten Foto, wo man einen halben Meter hinuntersteigen muss, geht das sehr gut und sicher.

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3 Meter nach der Felswand beginnt das Drahtseil und wer sich kurz ausruhen muss, weil ihm die Knie wackeln, der kann das dort tun, denn da springt der Fels ein bisschen zurück und bietet Platz zum Hinsetzen (am linken Bildrand des rechten Fotos noch ansatzweise zu erkennen).

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Bis zur Ecke ist der Pfad weiterhin sehr gut, aber dort wird er sehr schmal und es ist enorm ausgesetzt. Ob man die Kinder hier an der Hand nimmt, muss jeder selbst entscheiden: Das Drahtseil ist zwar dick und sehr stabil, aber es liegt immer wieder kurz am Fels auf, so dass man öfters umgreifen muss und das Seil nicht einfach durch die Hand gleiten lassen kann. Entweder gibt man Kindern die rechte Hand oder lässt sie an den Umsetzstellen mit beiden Händen am Seil greifen, damit immer eine Hand richtig fest am Seil ist. Nach der Ecke wird der Pfad wieder ein bisschen besser und breiter, aber nicht so gut wie vor Beginn des Seils, darum war ich für dessen Existenz auch hier noch dankbar.

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Am Ende des Seils (ziemlich genau am rechten Rand des vorherigen Bilds) taucht unterhalb eine schützende Stufe auf (am linken Bildrand erkennbar). Hier steht man gefahrlos und kann mal in Ruhe einen Blick zurück in den Einschnitt werfen. Bis hinunter ins Kiesbett gibt es jetzt immer einen Hang, den man zwar auch nicht hinunterkullern will, der aber natürlich im Vergleich recht ungefährlich ist.

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Nur an dieser kleinen Rinne muss man noch ein bisschen aufpassen, auf der anderen Seite geht es ein paar Meter hinunter, und das ist auf dem Geröll ziemlich rutschig. Wir sind ein bisschen seitlich gekantet, das ging sehr gut.

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Nun heißt es aufpassen! Ab dem Felsüberhang (fast schon eine kleine Höhle, rechts im Rückblick erkennbar) haben richtig fette Spinnen ihre Fäden vom Fels hinunter zu den kleinen Fichten rechts vom Pfad gespannt. Sie hängen mit den Netzen teilweise 1-2 Meter über einem und man kann unter bzw. zwischen den langen Spannfäden hindurchlaufen, wenn man genau schaut. Im Gesicht haben will man so einen Brummer lieber nicht :-)

Die letzten Meter hinunter ins Bachbett sind nicht ganz einfach, da die Böschung etwas abgerutscht ist. Der Pfad geht sehr dicht an der Felswand entlang weiter, das war für Florian einfach, aber ich war zu groß und wurde vom Fels weggedrängt. Darum bin ich etwas früher durchs Gras runtergekraxelt.

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Bevor man weiter zur Leiter geht, kann man noch einen Abstecher nach rechts zur Staumauer machen. Die ist oben betoniert und daher nicht brüchig, man kann also ganz vorsichtig über den Rand schauen. Man sieht auch den ausgesetzten Abschnitt von dort sehr schön.

In dieser Engstelle kann es übrigens ziemlich windig sein, aber das gibt sich, sobald der Einschnitt wieder breiter wird. Laufen kann man auf dem Geröll recht gut. Die "Steinböschungen" sind zwar nicht sehr stabil, aber der leichteste Weg führt sowieso eher unten entlang, durch die zuletzt vom Wasser ausgespülte Rinne.

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An der kleinen Staumauer haben wir dann erstmal blöd geschaut. Das Geröll, das von den starken Regelfälle im August und September über die Mauer geschoben worden sein muss, hatte nicht nur den Boden einen Meter angehoben, sondern auch die oben mit einem Drahtseil verankerte Leiter verschüttet.

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Wir wären auch so irgendwie die Mauer hinaufgekommen, aber irgendwie hatten wir das Gefühl, dass wir die Leiter möglichst wieder "restaurieren" sollten. Zwischendrin haben wir diese Idee zwar verflucht, aber nach gut einer dreiviertel Stunde beharrlichen Grabens mit steinzeitlichen Werkzeugen (meine Güte, ist so ein verschlammtes Geröll hart!!!) hatten wir es dann geschafft und Florian war natürlich entsprechend stolz :-) Es wird wohl bei jedem Besuch spannend sein, wie es hier an der Mauer aussieht.

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Nach der Mauer öffnet sich der Einschnitt für kurze Zeit und man hat wirklich schöne Blicke hinauf zum Mineckergrat. Hier findet man einige schöne Stellen zum Dösen in der Sonne, falls...

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...es am Doppelwasserfall zu schattig sein sollte, wo die Kinder mit Sicherheit erstmal einige Zeit verbringen wollen. Vorausgesetzt, er ist nicht ausgetrocknet! Sowohl im Juli als auch Ende September sah es so aus wie auf dem Foto. Als wir Mitte Oktober aber nochmal mit der ganzen Familie und Freunden da waren und eine Menge Boote und Playmobilbesatzung dabei hatten, war hier alles trocken! Nicht mal ein kleines Rinnsal! Wem das passiert, der geht am besten gleich weiter. Trotz der Dürre hier floss das Wasser etwa 50m unterhalb der nächsten (und letzten) Staumauer wieder ziemlich kräftig, und Ariane und Florian konnten doch noch richtig spielen.

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Zur mittleren Stufe kann man problemlos hinaufkraxeln, am roten Pfeil gibt es eine gute Kante zum Festhalten, die auch das letzte Stück hinauf und vor allem hinunter sehr vereinfacht. In zahlreichen Versuchen ist es dem einzigen "Test-Schiff", das wir damals dabeihatten, übrigens nicht gelungen, nach dem Wasserfall mal "Kiel unten" zu landen. Es hat sich stattdessen gerne in der Wasserwalze verfangen, so dass ich beim Versuch, es mühsam mit einem langen Stock rauszuangeln, um es wieder hoch zu Florian zu werfen, mehrfach beinah selbst Baden gegangen wäre :-)

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Auch mit ausreichend Wasser sollte man sich irgendwann wieder vom Doppelwasserfall trennen, zumindest um mal zu schauen, ob es oben nicht noch viel mehr Spaß macht. Es geht nach Verlassen des Geröllbetts nur kurz durch den Wald, dann kommt man oberhalb des Wasserfalls heraus. Achtung: hier bricht es neben dem Pfad ab und man würde bis hinunter auf die mittlere Wasserfallstufe stürzen. Da das im hohen Gras nicht gut erkennbar ist, sollte man die Kinder vorwarnen.

Der eigentlich Pfad biegt jetzt übrigens nach links hinauf ab und verläuft immer einige Meter oberhalb des Bachbetts. Er ist aber nur was für Leute, die es eilig haben, denn der Weg durch den Bach ist bis zur Staumauer möglich und wirklich toll!

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Wir konnten gefahrlos und mit trockenen Füßen bis an die Wasserfallkante heransteigen (bitte vorsichtig prüfen, wie rutschig es ist!), um mal einen Blick von oben auf die mittlere Stufe zu werfen, wo Florian eben noch gesessen hatte. Eine der tollsten Wasserrutschen befand sich kurz vor dem Wasserfall (da wo im Foto drüber der gelbe Pfeil nach rechts unten zeigt), hier haben wir mindestens eine weitere Viertelstunde verbracht, und ja, es ist uns gelungen, das Schiff auch mal heil unten ankommen zu lassen :-) Hier war eine ganz tolle Wasserwalze: Das Schiff landete unten in der kleinen Gumpe, trieb etwa bis zur Mitte, wurde dann zurück zum Zufluss gezogen und dort unter Wasser gedrückt. Dort tauchte es dann auf halber Höhe zwischen Grund und Wasseroberfläche fast einen halben Meter weit und kam fast am anderen Ende der Gumpe wieder nach oben. Florian hatte einen Riesenspaß an diesem Effekt.

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Es sind etwa 200 Meter vom Wasserfall bis zur letzten Staumauer. Mit Florian habe ich für diese Strecke etwa anderthalb Stunden benötigt, mit Ariane und Florian konnten wir es wegen des in der unteren Hälfte fehlenden Wassers auf 70 Minuten drücken :-) Die Anzahl an Gumpen, kleinen Wasserrutschen und Kraxelfelsen ist einfach zu groß... Im Hochsommer mit Badehose würde ich sicherheitshalber 3-4 Stunden Spielzeit einplanen. Ab dem querliegenden Baumstamm im Hintergrund kann man immer wieder leicht zwischen Pfad und Bachbett wechseln.

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Wir sind natürlich die ganze Zeit im Bachbett geblieben und hatten bei den tiefer werdenden Gumpen nun eine Menge Spaß am Erzeugen riesiger Fontänen. Es liegen so viele Felsbrocken herum, das man gar nicht mehr aufhören kann! Hier floss das Wasser auch bei der Wanderung mit Ariane noch recht kräftig, und vor allem die kleine Stufe im rechten Bild (die man vorsichtig ganz links umklettern kann) war immer noch perfekt für Playmobilfiguren!

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Nachdem die sich von oben den Wasserfall hinabgestürzt haben, treiben sie langsam durch die Gumpe und rutschen dann rechts unten raus in das nächste Becken, wo man sie wieder rausfischen kann. Und wenn sie nicht freiwillig weiterrutschen, dann gibt's ja oben genug Felsbrocken zum Erzeugen riesiger Wellen (dafür war ich dann zuständig), die die Playmobilmännchen mit Schwung über den Rand schießen lassen :-)

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Die Staumauer umgeht man links, danach hat man den zweitschönsten Blick auf dieser Tour. Das Gipfelkreuz des Zwölferköpfls, wo ich mit Florian ein paar Wochen vorher gestanden hatte, ist mit bloßem Auge zu erkennen, genauso wie die beiden auf dem Kreuzturm.

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Folgerichtig sieht man vom Zwölferköpfl aus natürlich auch das Bachbett an der Staumauer. Da der Pfad, der eigentlich am linken Hang weiterführte, auf den ersten hundert Metern vollständig weggerutscht ist, geht man entweder rechts durch den Wald auf einer Rampe, die wie angelegt wirkt, oder weiter durchs Bachbett. Da muss man allerdings schauen, dass man rechtzeitig auf die höchste Schotterstufe hinaufkommt (da wo die kleinen Fichten wachsen), denn später wird das ausgesprochen schwierig.

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Je nach Zustand der Böschung muss man ein bisschen zwischen die Bäume ausweichen. Es geht sich nur auf den sehr kurzen, etwas steileren Abschnitten unangenehm, weil das Geröll rutscht. Sobald man um die Kurve ist und den Blick aus dem rechten Bild hat, ist es deutlich leichter. So nah wie Florian sollte man nicht unbedingt am Rand entlanglaufen, denn die Kante bricht leicht ab und löst jedes Mal eine kleine Lawine aus. Vorne links sieht man den Pfad herunterkommen. Er durchquert den Bach und führt rechts gut erkennbar wieder in den Wald hinein. Ob man ganz vorne noch hinunter in den Bach kommt, kann man nicht vorhersagen. Ich kam im Juli hinunter, im September mit Florian sah es so steil aus, dass wir es nicht probiert haben. Wer unten im Bachbett bis hierher gegangen ist und dann nicht rechts hinauskommt, kann auch auf den Pfad links hochsteigen und die Stufe auf der linken Seite durch den Wald umgehen. Das ist einfaches und flaches Gelände und man kommt am Ende in dem kleinen Seitenarm hinaus, der zum hohen Wasserfall führt. Lohnen tut sich ein Besuch unten im Bach auf jeden Fall...

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...denn nachdem man an der kleinen Wasserrutsche vorbeigekraxelt ist, die im vorigen Foto hinten klein zu erkennen ist, erreicht man nochmal eine wirklich schöne Badegumpe. Weiter kommt man allerdings nur barfuß. Vielleicht kann man sogar bis zur letzten Steilstufe gelangen, die der Grund dafür ist, dass der Pfad nun nach rechts in den Wald ausweicht (so herum war es mal kürzer als links oben vorbei, inzwischen aber auch nicht mehr, s.u.).

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Die Pfadspur ist im Gras gut erkennbar, nur im Laub verliert sie sich. Man läuft einfach die ganze Zeit parallel zur Bach. Einen Blick auf den Wasserfall der Steilstufe hat man leider nicht.

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Bevor man wieder in das Bachbett hinabsteigt, kommt der Pfad an 2-3 Stellen etwas näher an die Kante heran. Wer da Angst um die Kinder hat (5-6 Meter würde man schon abstürzen), kann einfach nach rechts in den Wald ausweichen. Im vorigen Bild war rechts der kleine Absatz zu erkennen, der oberhalb parallel verläuft.

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Der Abstieg in den Bach ist am Ende nicht ganz einfach. Es gibt aber ein paar Felsstufen, über die man seitlich sehr gut hinuntersteigen kann, man muss sie nur von oben sehen. Eigentlich ginge es auf der anderen Seite gleich wieder hinaus (und damit wäre die Umgehung der Stufe auf der rechten Seite auch sinnvoll), aber da ist es so weggerutscht, dass ich das mit Kindern nicht empfehle. Man kommt hinauf und kann dann entweder gleich links auf die Pfadspur kraxeln (Abrutschgefahr) oder rechts sehr steil durch das Gras hinaufklettern. Einfacher und für Kinder auch schöner ist es aber, links herum durch den Bach auf die Rückseite des kleinen Rückens zu wechseln. Diesen Bach überquert man übrigens oben am Rückweg nach der Hütte erneut. Wir haben noch gar nicht erkundet, wie weit hinauf man es hier schafft, bevor man an die Canyoning-Stufe gelangt.

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Man muss zur Umgehung nur ca. 50 Meter bachabwärts und das ist die meiste Zeit sehr einfach...

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...bis einem, den Ausstieg schon vor Augen, eine große und tiefe Gumpe den Weg versperrt. Entweder kraxelt man links über das Holz, oder rechts über den Felsbrocken. Hinauf geht das einfach, runter muss man am Ende den letzten halben Meter abspringen oder vorsichtig auf dem Hosenboden hinunterrutschen.

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Wenn man um die Kurve auf die Rückseite des Rückens einbiegt, hat man diesen tollen Blick auf den Kreuzturm. Rechts geht es nach 50 Metern auf einer kleinen Spur den Hang hinauf, dort trifft man wieder auf den eigentlichen Pfad, der zur Hütte führt. Wir sind vorher noch in einen Seitenarm nach links abgezweigt, denn als ich im Juli alleine hier war, traf ich an der Hütte zwei andere Liebhaber einsamer Pfade. Die hatten den Weg von der Hütte ostwärts, von dessen Existenz ich durch den Abseits-Aufwärts-Blog wusste, schon versucht, waren aber umgekehrt, weil er ihnen zu ausgesetzt war. Während ich mich oben über den Pfad durchschlug, versuchten die beiden, durch das Bachbett hochzusteigen, was aber wegen des Wasserfalls nicht gelang. Da sie aber daneben durch den Wald hinaufkamen, trafen wir uns später auf der gemeinsamen Suche nach dem Weg zur Mineckerwiese wieder, und so erfuhr ich von dem schönen Wasserfall. Hier kommt man auch heraus, wenn man die Stufe links umgeht Der Pfad von der Hütte, der den Bach oberhalb des Wasserfalls quert, ist erkennbar, wenn man weiß, wo er verläuft.

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Da ist er! Weit ist es nicht (vielleicht 100 m ab dem Abzweig), aber der Weg wird immer schwieriger. Um den etwas glatten Fels hinaufzukommen, braucht man schon gute Schuhe mit rutschfesten Sohlen. Durch den Bach rechts geht es auch, da müssen die Schuhe aber wasserdicht sein :-)

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Weiter haben wir uns dann nicht mehr getraut. Wir wären diese kleine Stufe noch hinaufgekommen, aber ich hatte Bedenken, ob wir es auch wieder sicher hinunter schaffen, auch wenn die Verlockung natürlich groß war, ganz bis zum Wasserfall hinzusteigen (von der Umgehung durch den Grashang rechts würde ich abraten: sieht von unten machbar aus, aber auf halber Höhe wurde es immer steiler und rutschiger, so dass wir lieber umgekehrt sind). Stattdessen fand auf der langen Rutsche das berühmte alljährliche Rennen "Boot gegen Grasbüschel" statt , in dessen finaler 6. Runde doch tatsächlich das Grascbüschel nach einem 0:3-Rückstand noch ausgleichen konnte. Hier wird gerade das Boot vom Kran wieder in die Spur gehoben, nachdem das Grasbüschel es geschafft hatte, seinen Konkurrenten abzudrängen und aufs Trockene zu schieben!

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Der Felsen, der hinauf noch schwierig war, ließ sich hinunter einfach abrutschen, weil er so schön glatt ist. Rechts sind wir jetzt schon unten auf dem kleinen Rücken. Der Pfad ist im unteren Teil nicht zu sehen, ich habe ihn nur gefunden, weil ich nach einem weglosen Abstieg der Spur nochmal hinunter gefolgt bin.

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Man muss sich eine ganze Weile links am Rand halten. Rechts oder in der Mitte, wo es eigentlich viel einfacher aussieht, wird es nämlich sehr bald unangenehm steil. Je weiter man hinaufkommt, desto deutlicher wird dann die Spur. Alles kein Gelände, wo man nicht auch weglos weiterkommt, aber auf dem schwachen Pfad ist es gleich viel weniger anstrengend.

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Die Hütte schon vor Augen muss man leider nochmal etwa 15 m nach oben ausweichen. An den quer liegenden Baumstämmen lässt sich der Graben einfach überqueren. Danach empfiehlt es sich aber, nicht in direkter Linie oder links herum zur Hütte zu steigen, sondern leicht rechts hinunter wieder auf den Pfad zurück zu queren. Da geht es sich deutlich leichter!

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Die Archtal-Jagdhütte bietet durch den Vorbau Schutz bei Regen und ein paar bequeme Sitzgelegenheiten. Der deutlich erkennbare Pfad nach links führt unterhalb des Kreuzturms vorbei und dann entweder direkt hinauf zur Mineckerwiese oder sanft ansteigend zu den Felsen auf dem Mineckergrat, auf die man von der Hütte aus einen schönen Blick hat. Er ist aber an einigen Stellen nicht einfach und teilweise ausgesetzt, mit Kindern würde ich das nicht machen. Vielleicht schraube ich irgendwann mal ein Seil hin, um die Stellen zu entschärfen, denn der Aufstieg über den Mineckergrat mit Schleife über das Zwölferköpfl, dann der Abstieg von der Wiese und der Rückweg über die Hütte und durchs Archtal wären ein unglaublich spannender Rundweg.

Von der Hütte aus hat man den Teil des Mineckergrats zwischen der Aussichtswiese und der 2. und 3. Aussichtsstelle im Blick. In der Vergrößerung sieht man die 2. und 3. Aussichtsstelle, nach der die Umgehung des Felsgrats beginnt.

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Nach der Hütte überquert man zum letzten Mal die Archtallaine. Der Pfad verläuft kurzzeitig sehr nah am Rand und mit dem Laub und Geröll muss man ein bisschen vorsichtig gehen. Auch hier kann man sicherlich nochmal sehr spannend und vor allem sehr weit den Bach hinaufklettern, wir waren dafür aber schon zu müde.

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Der Pfad, der aus dem Bach herausführt, ist anfangs etwas steil, läuft sich aber recht gut. Im unteren Teil muss man noch vorsichtig sein, da es sehr steil zum Bach hin abfällt. Nach oben wird es besser, aber der Hang bleibt ziemlich steil.

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Bevor man den Wiesenhang verlässt, muss man sich unbedingt mal umdrehen und den Blick hinauf zur Hohe Kisten genießen. Im Wald erreicht man dann nach wenigen Metern hinter der unschwierig zu durchquerenden Rinne den Pfad, der aus dem Kistenkar herunterkommt.

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Definitiv der beste Pfad des heutigen Tages, allerdings birgt auch er einige schwierige Stellen. Die Gefährlichkeit des Hangs ist sehr wechselhaft, gerade zu Beginn ist es noch ziemlich steil. Zwar gibt es viele Bäume und ich glaube nicht, dass man hinunter bis zu den abschnittsweise vorhandenen Abbrüchen kullern würde, aber ausprobieren sollte man das lieber nicht.

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Die keine Rinne lässt sich gut durchqueren, weil das Geröll nicht verhärtet ist und man darum Stufen treten kann. Nur die 2 Meter hinunter muss man vorsichtig steigen, damit man nicht ins Rutschen kommt. Rechts der letzte freie Blick auf Kreuzturm und Zwölferköpfl, danach war der Wald leider immer zu dicht für schöne Aussichten.

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Zwischendrin wird der Hang immer wieder mal flacher oder hat Vorbauten, so dass man gemütliche Pausen einlegen kann, ohne sich um die Kinder Sorgen machen zu müssen.

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Dieser wirklich schöne und spektakulär aussehende Einschnitt ist viel einfacher und ungefährlicher, als er wirkt. Nur ganz am Anfang, im rechten Foto, muss man vorsichtig gehen, denn da könnte man wirklich ziemlich tief fallen, wenn man ins Rutschen kommt. Und da liegt auch gerade ein Holzstamm als Befestigung im Pfad, der bei Feuchtigkeit natürlich rutschig ist ("Nein, Florian, nicht da drauf!" :-)) Aber schon nach 3-4 Metern weicht der Pfad nach links aus, und da ist es gleich viel weniger steil und man müsste sich schon wirklich Mühe geben, um hinunterzufallen.

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Das Geröll selbst ist weich, so dass man hervorragend treten kann, außerdem ist es überhaupt nicht mehr steil, wie man rechts sieht. Der Blick aus dem Foto oben vermittelt da einen ganz anderen Eindruck und darum wirkt der Einschnitt so bedrohlich. Tatsächlich ist aber alles nach den ersten paar Metern im Grashang sehr einfach und ungefährlich.

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Heikler ist da schon diese kleine Balkenbrücke kurz hinter dem Einschnitt. Hier geht es nämlich sehr weit hinunter, und da man nicht über die Balken balancieren will, muss man ganz links auf und neben dem innersten Balken hinüber. Das geht gut und man kann sich auch am Gras festhalten, aber aufgrund des Steilhangs ist das schon keine ganz ungefährliche Stelle. Zwischen all diesen spektakulären Stellen verläuft der Pfad immer wieder einfach und ungefährlich durch den Wald, man kann also immer wieder seine eventuell zittrigen Knie ausruhen.

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Der nächste Einschnitt ist hingegen wieder sehr einfach, auch wenn man erst mal denkt "Oh je!". Die kaputten Holzbrücken waren wohl nur dazu gedacht, dass man keine nassen Füße bekommt, denn auch ohne sie kann man völlig problemlos durch das Bachbett kraxeln. Man braucht Hände und Füße und macht sich im Zweifel etwas dreckig und nass, aber das fiel nun heute wirklich nicht mehr ins Gewicht :-D Gefährlich ist es überhaupt nicht.

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Nach der letzten und intakten kleinen Brücke erreicht man bald den Abzweig zum Zundereck, und ab jetzt geht es hinunter.

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Der Pfad ist anfangs enorm verwachsen und das ist richtig schön! Wenn es wieder offener wird, hat man nochmal einen wunderbaren Blick auf den Mineckergrat und erkennt die Aussichtsstellen, an denen Florian und ich die Blicke ins Archtal genossen hatten.

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Bei der (vermutlich Oster-)Feuerstelle hat man auch einen tollen Blick auf Eschenlohe. Danach kommt noch einmal so ein rutschige Holzbalkenbrücke, die man rechts oder links umgehen kann. Das war dann aber auch die letzte schwierige Stelle. Der Weg wird jetzt immer breiter, bleibt aber stellenweise etwas kraxelig mit z.T. hohen Stufen. Trotzdem läuft es sich jetzt im Vergleich zu den bisherigen Pfaden sehr entspannt.

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Der Pfad stößt schließlich auf den Fahrweg, dem man nun bis ins Tal folgen kann (siehe Vermessungsamtskarte). Da wir von der Zundereck-Tour aber wussten, dass sich das ziemlich zieht, sind wir lieber wieder den kleinen Pfad hinuntergestiegen. Und da haben wir dann an der Kreuzung, wo von rechts der Pfad aus dem Bachbett hinaufkommt und mit unserem heutigen Hinweg zusammentrifft, eine Gasse zwischen den Bäumen entdeckt, die wir einfach mal mutig verfolgt haben.

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Die Gasse verläuft fast immer schnurgerade oberhalb des nach rechts abfallenden Hangs, bis schließlich von links ein Fahrweg immer näher kommt, auf den man schließlich wechselt.

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Der Fahrweg führt nochmal kurz durch ein schönes Waldstück und kommt dann am nördlichen Ende des Sportplatzes heraus. Im Vergleich zu den beiden anderen Zustiegen ist die Gasse der kürzeste Weg mit einer sehr angenehmen Steigung.

Ein toller Tag war das! Wir hätten noch viel mehr spielen oder noch weitere Bacharme erkunden können, es ist wirklich im gesamten Talabschnitt ein Paradies für entdeckungsfreudige Kinder. Gut essen kann man wie immer im Gasthof an der Brücke, heute hatte sich Florian allerdings mal McDonalds gewünscht :-)

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Frank Steiner (Email)

Last modified: Fri Jun 19 09:39:41 CEST 2015

Gefahrenhinweis/Haftungsausschluss: Bei vielen der vorgestellten Wanderungen gibt es durchaus ausgesetzte und gefährliche Stellen. Die Wege sind teilweise in schlechtem Zustand, und die Gefahr eines Absturzes besteht bei schmalen Pfaden am Hang immer. Typische Gefahren wie Steinschlag oder schlechtes Wetter sind zudem in den Bergen jederzeit vorhanden. Wir bemühen uns, in der Darstellung jeder Wanderung zu vermitteln, wie anstrengend und gefährlich sie aus unserer persönlichen Sicht war und wie gut unsere Kinder damit zurecht gekommen sind.

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