Wanderung mit Kindern in der Zugspitzregion in Oberbayern: Ammerschlucht und Schleierfälle

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Ammerschlucht und Schleierfälle
März 2008, April 2008, Oktober 2009, Juni 2011
Ausgangspunkt: Parkplatz hinter Morgenbach/Schächen (Achtung! Siehe Hinweis bei den Fotos unten); alternativ Parkplatz auf der anderen Seite der Schlucht hinter Bad Baiersoyen; ca. 1¼ Stunden Autofahrt vom Südwesten Münchens
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Bitte beachten: Der Streckenverlauf und die Positionsmarken sind freihändig eingezeichnet. Mit Hilfe von Karten und der Fotos versuche ich aber, den Weg so genau wie möglich nachzuvollziehen, so dass die Längenangaben bis auf kleine Abweichungen stimmen sollten.
Wanderkarte, zum Vergleich mit der Google-Map als Satellitendarstellung. Wenn man links oben auf "Karte" klickt, erhält man die klassische Wanderkarte. Einen Screenshot mit unserem Wegverlauf darf ich leider nicht einbinden.
Länge: gut 8 km hin- und zurück, 5 km wenn man nur bis zur Kiesbank und nicht zu den Schleierfällen geht. Gut 100 hm zwischen Schächen und Soyermühle, ca. 60 zwischen Bad Baiersoyen und Mühle. Von der Mühle zur Kiesbank 50 hm hoch und runter, danach nochmal um die 80 hm ziemlich steil hoch und runter.
Alter unserer Kinder/Zeitaufwand: 2008 im Alter von knapp 3 und 5 ca. 5 Stunden von Schächen bis zur Kiesbank mit den Steintürmen und zurück, ca. 7 Stunden von Bad Baiersoyen bis zu den Schleierfällen und zurück über Kreut; 2009 im Alter von 4 ½ und 6½ ca. 6 Stunden von Schächen bis zu den Schleierfällen und zurück.
Schwierigkeit: Die Gesamtstrecke bis zu den Schleierfällen ist wegen der Länge und teilweise steilen Steigungen für kleinere Kinder schon eine Herausforderung. Der größte Teil des Weges ist ungefährlich, aber hin und wieder verläuft der Pfad ohne (oder mit nicht kindersicherem) Geländer direkt an der Kante, hinter der es auch mal 50 m senkrecht runter gehen kann. Man sollte die Kinder also nicht zu weit vorlaufen lassen und an einigen Stellen an die Hand nehmen. Mit Turnschuhen machbar, aber Wanderschuhe schaden auch nicht.
Bei Nässe kann der Pfad hier und da glitschig werden, und bei Schnee und Eis aber auch bei feuchtem Herbstlauf sollte man vor allem auf dem Abstieg mit den wackeligen Geländern (s.u.) sehr vorsichtig sein. Freunden von uns ist auf diesem Abstieg die 6jährige Tochter auf nassem Laub unter dem Geländer durchgeschlittert und ein paar Meter abgerutscht, Gott sei Dank ohne sich Verletzungen zuzuziehen.
Bitte beachtet die Gefahrenhinweise.
Attraktivität:Eine sehr abwechslungsreiche Tour mit aufregenden kleinen Pfaden, Brücken und Stegen, tollen Aussichten auf die Ammer und einer schönen Spielmöglichkeit am Flussufer. Der Weg ist die ganze Zeit spannend und "zieht" die Kinder immer wieder weiter, auch wenn sie schon müde sind. Die Tour kann man immer wieder und bei jedem Wetter laufen (wir hatten bisher leichten Schnee, Sonne, Nebel und sogar Gewitter). Ein besonderes Schmankerl für Mutige ist die kleine Höhle kurz vor den Schleierfällen.
Für den Rückweg empfiehlt sich wieder der Weg durch die Schlucht. Man kann zwar bei den Schleierfällen auch hochsteigen und oben herum zurückgehen, aber der Weg führt teilweise über Straßen und breite Wege und ist für Kinder ausgesprochen langweilig.
Infos:Der Weg ist ganzjährig zugänglich. Der Uferbereich soll aber wegen der brütenden Flussuferläufer zwischen dem 15. April und 15. Juli nicht betreten werden. Auf die große Kiesbank darf man vermutlich drauf, denn dort verläuft der Pfad direkt neben dem Kies bzw. führt an einer Stelle sogar hinein. Der Bereich am Ende der Kiesbank war allerdings schonmal abgesperrt, von den Randbereichen sollte man sich also fernhalten.
Tip:
  • Taschenlampe einpacken!
  • Nach den ersten 3 Wanderungen haben wir jeweils in Bad Bayersoien beim Metzgerwirt in der Dorfstraße sehr lecker gegessen, die haben auch ein kleines Spielzimmer, wo die müden Kinder nochmal zu neuem Leben erwachen ;-)
    2011 sind wir auf dem Rückweg nach München nach Rottenbuch und weiter nach Böbing gefahren (bis vor Peißenberg eine sehr sehr schöne Strecke) und haben dort im Gasthof Haslacher (auch mit eigener Metzgerei, aber ohne Spielzimmer :-)) ebenfalls sehr gut gegessen.
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Die Bilder wachsen ein bisschen mit, ein großes Brower-Fenster lohnt sich also :-)

Man kann von Westen oder Osten zur Soyermühle runtersteigen. Hier zuerst der Weg aus Westen, den ich persönlich etwas schöner finde.

Wenn man von Norden aus durch Morgenbach durchgefahren ist, kommt kurze Zeit später der Schächenhof (grünes Schild "Schächen") auf der linken Seite und danach geht's den ersten Feldweg nach links rein zum Parkplatz. Achtung: Das Wanderparkplatz-Schild an der Straße war im Juni 2011 abmontiert. Möglicherweise soll man jetzt in Kreut parken, zumindest kommt von dort ein neuer Weg runter (siehe unten), auf dem man aber einige schöne Stellen verpassen würde. Den Parkplatz hinter Schächen gibt's jedenfalls noch, also einfach links in den Feldweg einbiegen.

Von dort geht's erstmal 200m über einen Asphaltweg, der dann in einen Forstweg übergeht.

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Leicht zu übersehen, aber die erste wichtige Station :-)

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Nach dem Jägerunterstand kommt ein Holzschuppen (hinten im linken Bild), bis zu dem man auf dem Rückweg (unerlaubterweise...) mit dem Auto runterfahren kann, um im Zweifel kleine erschöpfte Kinder einzusammeln, denn von hier zum Parkplatz geht's doch nochmal recht steil rauf. Nach dem Schuppen kann man vom Weg aus links durch den Wald den Bach sehen und erkennt den kleinen Trampelpfad als Alternative zum normalen Weg.

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An dieser Stelle unterquert der Bach den Weg. Dort haben die Kinder bei der ersten Wanderung ewig Tannenzapfen auf der einen Seite ins Wasser geworfen und auf der anderen geschaut, wann sie wieder rauskamen. Man kann hier auch sehr schön am Bach rumklettern und spielen.

Man kann jetzt dem offiziellen Weg folgen oder links in den Wald reingehen und dem Bach auf einem kleinen Trampelpfad bis zum Stauwehr folgen. Wenn man dem breiten Weg folgt, stößt man auf die Info-Tafel zur Ammerschlucht, an der man links abbiegt (rechts geht's nach Kreut).

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Und so sieht's aus, wenn man den Trampelpfad durch den Wald geht:

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2011 war das erste Mal das Stauwehr offen. Sonst war das Überqueren des etwas morschen Stegs (lieber nicht ganz in der Mitte sondern mehr auf den Tragbalken laufen :-)) neben dem dunkelgrünen und sehr tief wirkenden kleinen See immer eine Mutprobe. Ohne Stauwasser war's gleich viel unspannender :-)

Man kommt nach dem Stauwehr zurück auf den Weg und kann von dort den kleinen Wasserfall schön sehen.

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Nach der Kuhweide kommt man an diesen Wegweiser und es lohnt sich, mal nach links runter zur Mühle zu gehen, wo der Bach schon einen ersten Schleierfall liefert. Ansonsten geht es weiter nach rechts über den "anstrengenden Weg nur für Trittsichere".

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Wenn man von der anderen Seite aus kommt, parkt man westlich von Bad Baiersoyen (vgl. Karte).Wichtig: Nach der ersten Kreuzung (nicht: an) biegt man an der nächsten Gabelung nach links und geht nicht (wie man es oft beschrieben findet) zum Grundbauer weiter, denn dann verpasst man den spannenden Wurzelweg nach unten:

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Dann ist man auch schon bei der Mühle und beim Weg nach links hoch zu dem Wegweiser können die Kinder die Augen nach der Madonna aufhalten. Im Folgenden sind wir jetzt auf dem oben angezeigten Weg für Trittsichere.

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2011 kam hier plötzlich ein hässlicher breiter Weg von rechts oben runter, für den aber Gott sei Dank nur ein kleiner Teil des schönen Pfads durch die Bagger zerstört wurde. Vermutlich eine neuer Zugang von Kreut aus. Evtl. wurde das Wanderparkplatzschild in Schächen entfernt, weil man jetzt in Kreut parken und von dort aus losgehen soll. Aber dann würde man das Stauwehr verpassen :-)

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Der Pfad ist stellenweise schmal und daneben geht's steil nach unten. Runterfallen sollte man hier lieber nicht. Meist führt der Weg aber weniger gefährlich durch den Wald, wo es viele kleine Bächlein gibt, die man auf teilweise rutschigen Stegen überquert.

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Wenn's nach den längeren Stegen wieder in den Wald geht, kann man an dieser Stelle nach links abbiegen und runter zur großen Kiesbank gehen. Da wir aber in der Vogelbrutzeit waren, haben wir an dem umgefallenen Baumstamm gestoppt, um weit genug vom Uferbereich wegzubleiben.

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Zurück auf dem Hauptpfad kommt nach kurzer Zeit eine Bank und danach diese schöne Aussicht (Vorsicht am Rand!). Danach geht's über eine Treppe (wo man zur Abwechslungs mal rechts und links runterfallen kann :-)) nach unten zum Flussbett.

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Hier kann man sich wunderbar für den zweiten Teil stärken oder mit kleineren Kinder auch einfach nur sehr lange spielen und ein paar Steintürme hinzufügen, bevor man wieder zurückgeht. Wir haben uns auch im Juni getraut, diesen Bereich zu betreten, da hier der Pfad direkt an den Steinen entlang führt und immer etwas los ist (Kinder, Hunde, ...) und sich dort vermutlich kein Vogel zum Brüten niederlässt.

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Am Südende der Kiesbank kann man leicht wieder zurück auf den Pfad. Der geht im Folgenden erst an der Ammer entlang und schlängelt sich dann immer steiler werdend durch den Wald nach oben.

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Urplötzlich wird's richtig steil und schwierig zu gehen. Mit 3½ reichten die Wurzel- und Holzstufen Florian teilweise bis zum Bauch, so dass wir ihn oft raufheben mussten und oben selbst fix und fertig waren. Aber da steht dann auch eine Bank :-)

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Der Pfad verläuft jetzt stellenweise mit Stolperwurzeln sehr dicht am nun noch tieferen Abgrund, hier mussten die Kinder oft an die Hand, als sie noch kleiner waren.

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Nach der schönen Aussicht kommt ein sehr aufregender Abstieg, auf den sich vermutlich das "Nur für Trittsichere" insbesondere bezog. Die Geländer sollte man erstmal testen. 2008 wäre man sofort mit ihnen zusammen in den Abgrund gestürzt, 2011 waren sie aber alle erneuert und stabil.

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Wenn man heil unten ankommt, dauert es nur noch ein paar Minuten. Einmal muss man allerdings noch einen kurzen Anstieg überwinden.

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Sobald das "Naturdenkmal"-Schild kommt, sollte man unbedingt mal rechts hochschauen, sonst verpasst man die Schleierfallhöhle! Da die Höhle vor dem Schild liegt, darf man sie wohl betreten (im Gegensatz zu den Schleierfällen selbst).

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Nein, Ariane hat keine Angst :-) Es war nur enorm kalt vor und in der Höhle. Die ist mehrere Meter lang, aber wir hatten keine Taschenlampe dabei, sondern nur einen LED-Stick, und konnten uns deshalb nicht bis zum Ende vortasten.

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Wer übrigens weiß, was ein Geocache ist, guckt vor der Wanderung mal auf der Webseite nach ;-) Direkt nach der Höhle ist man dann an den Schleierfällen angekommen.

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Man kann von den Schleierfällen aus Richtung Westen hoch zu einem Parkplatz steigen und oben herum zurückgehen, aber das empfehle ich nicht. Das haben wir einmal gemacht, und nach einem enorm steilen Anstieg auf rutschigem Schotterweg verläuft der Rückweg teilweise über eine ganz normale Straße und viele langweilige breite Wege. Beim zweiten Mal sind wir einfach den Weg durch die Schlucht wieder zurückgegangen und der war immer noch so spannend, dass der damals 4½-jährige Florian die gesamten 4 km Rückweg selbst gelaufen ist. Da ist vor allem wieder die Kiesbank für eine letzte große Pause sehr hilfreich.

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Frank Steiner (Email)

Last modified: Tue Feb 7 12:41:15 CET 2012

Gefahrenhinweis/Haftungsauschluss: Bei vielen der vorgestellten Wanderungen gibt es durchaus ausgesetzte und gefährliche Stellen. Die Wege sind teilweise in schlechtem Zustand, und die Gefahr eines Absturzes besteht bei schmalen Pfaden am Hang immer. Typische Gefahren wie Steinschlag oder schlechtes Wetter sind zudem in den Bergen jederzeit vorhanden. Wir bemühen uns, in der Darstellung jeder Wanderung zu vermitteln, wie anstrengend und gefährlich sie aus unserer persönlichen Sicht war und wie gut unsere Kinder damit zurecht gekommen sind.

Trotzdem übernehmen wir natürlich für keine der vorgestellten Wanderungen eine Garantie für die Richtigkeit der Darstellung, für die Ungefährlichkeit oder die Eignung für andere Kinder als unsere eigenen. Jeder wandert auf eigene Gefahr und auf eigene Verantwortung und muss vor Ort selbst entscheiden, ob die vorgstellten Routen gefahrlos zu begehen sind oder nicht. Die Verwendung der Informationen dieser Webseite erfolgt auf eigenes Risiko. Für Unfälle, welche eventuell auf unsere Informationen zurück zu führen wären, wird nicht gehaftet.

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